Anträge
an Gemeinderäte haben bei der Bildung GmO-freier Regionen mehrere Funktionen. Sie dienen
sowohl zur lokalen Inititation von Bemühungen um eine GmO-freie Gemeinde als Beitrag zur
Bildung einer GmO-freien Region als auch zu einem späteren Zeitpunkt zur rechtlichen und
wirtschaftlichen Festigung der GmO-freien Gemeinde als Teil der GmO-freien Region.
Darüberhinaus kann mit Anträgen an Gemeinderäte die GmO-freiheit über den Anbau hinaus
ausgedehnt werden auf den Verzicht auf GmOs und GmO-Produkten in gemeindeeigenen
Einrichtungen. Dies wäre das Pilotprojekt für eine weitere Ausdehnung: GmO-freiheit der
loklaen Gastronomie und privaten Kantinen.
Information
der Landwirte (Faire Nachbarschaft, BUND)
Der Gemeinderat beschließt, die örtlichen Landwirte über Chancen und Risiken der
Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, besonders über die Probleme der
Koexistenz zu informieren
Material bei "Faire Nachbarschaft":
Argumentationshilfe
Musterantrag
Keine
Gentechnik auf Kommunalen Flächen (Faire Nachbarschaft, BUND)
Der Gemeinderat beschließt, auf gemeindeeigenen Flächen keine GmO anzubauen und dies in
Pachtverträgen über gemeindeeigene Flächen mit den Pächtern zu vereinbaren.
Materialien bei "Faire Nachbarschaft"
Aktionseinführung
Argumentationshilfe
Musterlobbybrief
Musterantrag
Muster-PE
Beitritt
zu lokalem Aktionsbündnis für eine GmO-freie Gemeinde/Region (aktionsbuendnis)
Der Gemeinderat beschließt, einem örtlichen oder regionalen Aktionsbuendnis für eine
GmO-freie Gemeinde oder Region beizutreten
Material bei "aktionsbuendnis für gentechnikfreie landwirtschaft und
lebensmittel" Argumentationshilfe Musterantrag online-Beitritt
Teilnahme
an der Aktion "Faire Nachbarschaft"
Einholung
von Selbstverpflichtungserklärungen der Landwirte gegenüber der Kommune
Der Gemeinderat beschließt, von den Landwirten eine Selbstverpflichtungserklärung
einzuholen, auf der Gemarkung der Gemeinde und anderen Flächen des Betriebes keine GmO
anzubauen.
Material bei "aktionsbuendnis für gentechnikfreie landwirtschaft und
lebensmittel" Argumentationshilfe Musterantrag
In
kommunalen Einrichtungen nur GmO-freie Produkte (Faire Nachbarschaft, BUND)
Der Gemeinderat beschließt, in den Einrichtungen der Gemeinde keine GmO- und GmO-Produkte
zu verwenden und, so weit möglich, durch Erzeugnisse örtlicher Landwirte und GmO-freie
Produkte aus der Region zu ersetzen.
Dies bedarf allerdings gründlichster Vorbereitung, da Nachfrage der Einrichtungen und das
Angebot der örtlichen Landwirtschaft selten ausreichend übereinstimmen.
Material bei "Faire Nachbarschaft":
Problembeschreibung und -lösungsansatz Argumentationshilfe
Musterantrag
Unterstützung
lokaler Direktvermarktung
Der Gemeinderat beschließt, im Rahmen seiner Möglichkeiten Projekte zu unterstützen,
die auf neue Wege der Direktvermarktung GmO-freier Produkte und lokaler
Spezialitäten über den örtlichen Einzelhandel, örtliche Kantinen, örtliche
Verarbeiter und last not least die örtliche Gastronomie abzielen
Material bei "aktionsbuendnis für gentechnikfreie landwirtschaft und
lebensmittel" Argumentationshilfe Musterantrag
Vereinbarungen
der Kommune mit den Landwirten
Der Gemeinderat beschließt, die Inhalte bzw. Ergebnisse der Anträge 4. bis 6. in einem
zivilrechtlichen Vertrag zwischen der Gemeinde und den Landwirten für beide Seiten
verbindlich zu vereinbaren.
Material bei "aktionsbuendnis für gentechnikfreie landwirtschaft und
lebensmittel" Argumentationshilfe Musterantrag
Unterstützung
der GmO-Freiheit als Element lokaler Vermarktungs-, Marketing- und Tourismus-Konzepte
Material bei "aktionsbuendnis für gentechnikfreie landwirtschaft und
lebensmittel" Argumentationshilfe Musterantrag
Teilweise
Zusammenfassung der Anträge in einem Antrag
Verschiedene Anträge in einem zusammenzufassen erspart zwar viel Arbeit, könnte die
Gemeinderäte und die Möglichkeiten vor ort aber auch überfordern. Welcher Weg gewählt
wird müssen Kenner der Gemeinderäte und der örtlichen Verhältnisse entscheiden.
Musterantrag
des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)