Lokale Aktionsbündnisse für Gentechnik-freie Regionen gründen!

 

 

Wozu lokale Aktionsbündnisse?

Um die berechtigte und seit Jahren stabil hohe Ablehnung von GmO (Gentechnisch modifizierte Organismen) bzw.Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln WIRKSAM auszudrücken müssen an JEDEM Ort Menschen aktiv werden. Nur so können Aktionen, die die Ablehnung ausdrücken, wie z.B. "Aktionsbündnis Gentechnik-freier Oberrhein - Wir machen mit", "GenDetektive - Augen auf!", "Walpurgisnacht im Suoermarkt" umgesetzt,   Anträge in die Gemeinderäte eingebracht  und die örtlichen Landwirte   bei der Bildung verlässlich GmO-freier Gemeinden und Regionen durch Vereinbarungen zwischen benachbarten Landwirten und mit der Gemeinde unterstützt werden. Solche Vereinbarungen sind stabiler als Selbstverpflichtungserklärungen und leisten mehr: sie ersparen den Landwirten nämlich Vorsorgemaßnahmen gegen Verunreinigungen mit GmO, die von EU-Recht (EU-Verordnung Food & Feed) und dem Nachbarrecht der BRD verlangt werden und bewährte GmO-freie Erzeugnisse erheblich verteuern würden. Aktionsbündnisse können mit der Organisation solcher Nachbarschaftsvereinbarungen verhindern, daß Kosten des GmO-Anbaus auf GmO-freien Anbau abgewälzt werden und die normalen Lebensmittel verteuern. Sie fördern damit Faire Nachbarschaft sowohl unter Landwirten als auch zwischen Landwirten und Verbrauchern. Sie können außerdem den destruktiven Einflüssen der Globalisierung des Lebensmittelhandels und der Lebensmittelproduktion auf bewährte lokale Strukturen - nur u.a. durch den Einsatz von Gentechnik! -  wirksames lokales Handeln entgegensetzen.

Wenn Sie Interesse haben, teilen Sie uns das und Ihre Fragen zu lokalen Aktionsbündnissen mit:

Ich will an meinem Wohnort
Aktionen für Faire Nachbarschaft und GmO-freie Regionen anstoßen (Formular)
Die Gründung eines Lokalen Aktionsbündnisses anstoßen (s. Leitfaden unten)
Die Gründung eines Lokalen Aktionsbündnisses in die Hand nehmen (s. Leitfaden unten)
mich in einem lokalen Aktionsbündnis engagieren

 

Wie ein "Aktionsbuendnis gentechnikfreie Region XX" gründen?

  1. Mitstreiter ermitteln: Suchen Sie selbst im Internet nach Organisationen an ihrem Wohnort, die bereits Aktionsbündnissen beigetreten sind
    Links zu Vertretungsverzeichnissen dieser Organisationen

    oder bitten sie diese Organisationen mit folgendem eMail, Ihnen Vertretungen in Ihrer Nähe zu nennen und ihre Mitglieder zur Gründung lokaler Aktionsbündnisse für gentechnikfreie Regionen auch an anderen Orten aufzurufen:
    eMail öffnen, eventuell anpassen, am Ende weitere Anliegen und Ihren Namen anfügen und senden: versandbereites eMail an alle Organisationen in Aktionsbuendnissen (AnMitgl)

    oder benutzen sie dazu ein Formular, dessen Ergebnis Sie auch über die Zwischenablage in Ihr Textprogramm kopieren und als Brief oder Fax verschicken können: Formular öffnen. (AnMitgl)

    oder wenn sie nur einzelne Organisationen Ihrer Wahl ansprechen wollen, dann nutzen sie dazu: Bitte an Organisationen ihrer Wahl
  2. Neue Organisationen gewinnen: Bitten sie auch Organisationen, die noch keinem Aktionsbündnis beigetreten sind, beizutreten und Sie zu unterstützen:
    Bitte an noch nicht beigetretene Organisationen 
  3. Kontaktaufnahme: Sprechen sie Vertreter dieser Organisationen an Ihrem Ort an und bitten Sie sie um Unterstützung bei der Organisation eines Gründungstreffens
  4. Gründungserklärung bzw. -vereinbarung: Wählen Sie eine der folgenden Gründungserklärungen bzw. -vereinbarungen zur weiteren Bearbeitung und ggf. Veränderung gemeinsam mit den Vertretern der Gründungsorganisationen. Weil zunächst die Belange der Landwirte vordringlich sind und sich entsprechend mehr landwirtschaftliche Organisationen beteiligen, sollte das Ergebnis geprüft werden, ob es auch jenseits des Gründungstreffens verwendet, z.B. Abnehmern landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Verarbeitern, Verbrauchern usw. als Beitrittserklärung angeboten und öffentlich ausgelegt werden kann. Ggf. sollten dafür eigene Texte erarbeitet werden.
    Muster-Gründunserklärung Oberrhein Baden-Württemberg weitere praktizierte Beispiele
  5. Beitritt der vorbereitenden Organisationen: Klären Sie mit den Vertretern der beteiligten Organisationen rechtzeitig vor dem Gründungstreffen, daß sie sich von ihrer Organisation autorisieren lassen, im Gründungstreffen die Gründungsvereinbarung  zu unterzeichnen.
  6. Einladung: Laden Sie völlig neutral, d.h. ohne Nennung der vorbereitenden Organisationen über das Gemeindeblatt und die lokalen Medien, aber auch direkt per Mail, Fax und Brief über die Verteiler der vorbereitenden Organisationen und vor allem persönlich zum Gründungstreffen ein, insbesondere:
    - konventionelle Landwirte, Vertreter des Bauernverbandes
    - Öko- und Biolandwirte, örtliche Vertreter ihrer Verbände
    - Imker
    - lokale Abnehmer, Verarbeiter und Lebensmittelhandwerk
    - Gastronomen
    - Kirchenvertreter
    - Vertreter von Umwelt- und Naturschutzverbänden
    - Gemeinderäte und den Bürgermeister
    - Parteien
    - die örtlichen Medien
    Mustereinladungs-Texte: Brief, Fax, eMail    Medien    Anzeige Gemeindeblätter

    Um schon die Einladung ansprechend und attraktiv zu machen, kann sie mit einer einfachen symbolischen Aktion verbunden werden, die bewußt macht und für eine weile bewußt hält,   daß die Bildung einer GmO-freien Region ohne faire Nachbarschaft nicht gelingen wird und es deshalb auch um die Pflege fairer Nachbarschaft geht (mehr: Was ist Faire Nachbarschaft?  Beispiel-Kommunikations-Konzept
  7. Gründungstreffen: Lassen Sie jeden Teilnehmer sich vorstellen und sein Interesse beschreiben, daß ihn veranlaßte zu kommen. Stellen Sie kurz die Koexistenz-Problematik dar und eröffnen sie die Diskussion mit der Nennung der 3 Wichtigsten der genannten Interessen. Verteilen und verlesen sie rechtzeitig die Gründungserklärung auf dem Gründungstreffen und schlagen sie Gründung durch Zustimmung per Handzeichen vor. Schlagen sie die Bildung von Arbeitsgruppen "Strategie des Aktionsbündnisses", "Mitgliederwerbung", "Landwirtschaft", "Verbraucher", "lokale Verarbeiter", "Koordination und Plenumsvorbereitung", "Öffentlichkeitsarbeit"  vor und veranlassen Sie schnelle Terminvereinbarungen (spätestens 14 Tg nach dem Gründungstreffen) und vereinbaren Sie mit den Arbeitsgruppen Protokollführung.  Vereinbaren sie ein 2. Treffen der Anwesenden 4 Wochen später als "Plenum" des Aktionsbündnisses, auf dem die Arbeitsgruppen berichten und ihre Vorschläge diskutiert und verabschiedet werden. Verteilen Sie eine Selbstdarstellung des Bündnisses
    Muster-TOPs Koexistenzproblematik Aktivitätsvorschläge Arbeitsgruppen
  8. Öffentlichkeitsarbeit:
  9. Vernetzen: Präsentieren und vernetzen Sie Ihr Aktionsbuendnis im Internet. Fügen Sie bei:
    - Gründungserklärung, PE, Mitgliederliste
    - Anschrift der Ansprechpartner mit eMail-Anschrift
    - ggf. Adresse einer eigenen Web-Seite Ihres Aktionsbuendnisse
    - kurze Schilderung der Gründungsinitiative und eventueller  Besonderheiten
       (Beispiele s.  Aktionsbündnisse bundesweit)
    vernetzen
  10. Informieren Sie Landtagabgeordnete und Landesregierung über die Gründung Ihres Aktionsbündnisses und fordern Sie sie auf, für die Forderungen Ihres Aktionsbündnisses einzutreten
    Musterbrief  eMail-Verteiler Baden-Würtemberg Fax-Verteiler Baden-Würtemberg
  11. Informieren Sie den Kreisveband und den Ortsvorsteher des Bauernverbandes über die Gründung des Bündnisses (falls diese nicht daran beteiligt waren)  und bieten Sie Hilfe bei der freiwilligen Vereinbarung des Verzichts auf GmO zwischen benachbarten Landwirten an
    Musterbrief

 

 

 

Hit Counter

 

Konzept der Aktion und web-Umsetzung: Gernot Hofmann
Letzte Aktualisierung: 14.08.2004