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Turmbau (Gen 11), Nebukadnezar (Dan 2.36), Apokalypse, das Tier (Dan 7, Offb 17.3), das Babylon trägt (Offb 17.5), die große Stadt in Gestalt einer Frau (Offb. 18.10). Für all das steht Babylon. Ein großes Geheimnis, wie es in der Offenbarung heißt. Es bleibt abzuwarten, welche Rolle Babylon noch in den politischen Mythen um den 2. Golfkrieg als George W. Bush's "Kampf gegen die Achse des Bösen" und die Zeit der "Neuordnung" danach spielen wird. Schon ein anderer amerikanischer (Western-)Held oder Gottessohn, der ebenfalls Präsident für die Republikaner wurde, Ronald Reagan, hegte Träume von Harmagedon und meinte, daß er es noch erleben würde. |mehr|Links|Ù
Die amerikanische PR Agentur Hill & Knowlton erfand zu Beginn des 1. Golfkrieges, daß irakische Soldaten Babys aus Wiegen und Brutkästen geholt und ermordet hätten. Zur medienwirksamen Verbreitung der Geschichte wurde eine minderjährige Diplomatentochter (15Jahre alt) völlig verantwortungslos öffentlich psychisch mißbraucht: man brachte sie dazu, vor dem US-Kongreß unter Tränen zu behaupten, sie habe das selbst gesehen. Und das, obwohl die offenkundige Aggression Saddam Husseins gegen Kuwait keine zusätzliche Rechtfertigung erfordert hätte. Die TV-Bilder ihres Auftritts gingen um die Welt. |mehr (mit ausführlichen Quellenangaben)| (vgl. http://www.corporatewatch.org/profiles/hk/hk4.htm#gulfwar; http://www.miprox.de/Sonstiges/Public-Relation.html ) Die Geschichte aktiviert ein mythisches und ein psychisches Muster. Im mythischen Muster spielt sie auf die Babymorde von Herodes an und läßt Saddam Hussein wie Herodes und die Amerikaner wie die Hüter von Maria, Josef und Christus erscheinen. Im psychischen Muster identifizieren wir uns mit den Babys und erleiden deren Ohnmacht vor einem übermächtigen Aggressor, aus der wir uns zu einem Übermächtigen idealisierten Beschützer flüchten. |mehr|Links|Ù
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corporate social responsibility "Soziale Verantwortung des Unternehmens", in USA auch "corporate citizenship" (Bürgerschaft des Unternehmens) genannt (s. Novartis-Broschüre). Antwort der globalen Konzerne und ihrer PR-Agenturen (z.B. Burson-Marsteller, Edelman, Fleishman-Hillard, Hill & Knowlton, Ketchum and Weber Shandwick) auf die wachsende Kritik an Deregulierung, Neoliberalismus und Globalisierung. Das PR-Konzept, das seit 2001 mainstream der PR-Branche und deren Wachstumsmarkt zu werden scheint (PR Week), soll u.a. mit Statistiken z.B. über Sicherheitsinvestitionen, Wertschöpfungsverteilung u.a. die Aktivitäten globaler Spieler in den Augen der Öffentlichkeit als "sozial verantwortlich" "beweisen" und verhindern, daß es selbst als "leerer PR-Blitz" wahrgenommen wird (David Drobis, Vorstandsvorsitzender Ketchum). PR Firmen wollen, daß Unternehmensverantwortung als eine freiwillige Leistung der Unternehmen gesehen wird, die ihnen gerade ihr Gewinnintresse abverlangt, weil sie sich sonst durch ein negatives Ansehen der Gewinnmöglichkeiten berauben (PRwatch). Gerade aber in den Bemühungen um eine deregulierenden Gestaltung z.B. des Gentechnikrechts und in den mächtigen Anstrengungen, die Lasten der Gentechnikanwendung (Kontaminationsschäden, Kosten der Warentrennung und Kontrolle) auf unbeteiligte Dritte abzuwälzen (s. Faire Nachbarschaft > Problemfelder), statt im Aufbau eines strikten Verursacherprinzipes zu kooperieren, das die soziale Verantwortung der Gentechnik-Unternehmen einlösen würde, zeigt sich das Gegenteil. (s. http://www.prwatch.org/prwissues/2002Q3/csr.html, http://www.prwatch.org/prwissues/2002Q3/ ) |mehr|Links|Ù
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Deregulierung http://www.subventionsberater.de/marktlex/antiusai.html
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| G | General Agreement on Trade in Services (GATS) "Dienstleistungen umfassen fast alle ökonomischen Aktivitäten außer der Herstellung von Gütern, Rohstoffen und Agrarprodukten. Da viele Dienstleistungen, wie die Pflege von Patienten oder Unterricht, auf direktem menschlichen Kontakt beruhen, wurde lange angenommen, daß sie örtlich gebunden seien. Heutzutage ist dies bei weltweit agierenden Banken, Versicherungen und weltweiter Datenverwaltung nicht mehr gültig. (Nach Daten des US-Handelsministeriums haben sich seit 1987 die Exporte von Dienstleistungen der USA mehr als verdoppelt und beliefen sich im letzten Jahr auf $ 239 Mrd.) Das "Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen" (General Agreement on Trade in Services, GATS) ist eines von 15 Abkommen der Uruguay-Runde, das in der WTO umgesetzt wurde. Obwohl schon große Liberalisierungsabkommen im Bereich Telekommunikation und Finanzdienstleistungen in den letzten vier Jahren abgeschlossen wurden, stehen noch weitere Gespräche auf der Tagesordnung. Die Industrie und neuerdings auch die Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für den Handel, Charlene Barshefsky, setzen sich für die Behandlung der Themen Gesundheit und Bildung ein. Die direkte Behandlung der Wasserversorgung, inklusive des städtischen Trinkwassers, nach GATT-Bedingungen wird eventuell auch auf die GATS-Tagesordnung gesetzt. GATS-Regeln beinhalten die Verpflichtung jedes Landes, alle seine Dienstleistungssektoren zu liberalisieren. Weitere Liberalisierungen der Finanzdienstleistungen sind eine der "Hintertüren", durch die Komponenten des MAI in die WTO eingebracht werden sollen. " (Quelle: http://massenmensch.de/wto/wto13.html) Die Liberalisierung des Dienstleistungssketors bedeutet wohl eher nicht, daß nun Frieseure, Krankenschwestern und Lehrer für ihren Job aus den USA anreisen und das Wasser aus den Wasserhleitungen nun aus den USA kommt, sondern eher, daß Wasserwerke, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten privatisiert und von ausländischen Investoren übernommen werden können. Daß die Privatisierung dieser Grundversorgungen nach der weltweiten Oligopolisierung der Lebensmittelversorgung die Demokratie stabilisieren wird, darf bezweifelt werden: die Abhängigkeit von globalen Spielern und ihre Möglichkeiten, Gesundheit, Erbanlagen und Bewußtsein zu manipulieren würden total. Brave new world? |mehr|Links|Bundestagsdebatte|Antwort der Bundesregierung auf Anfrage|Deutscher Kulturrat|Ù
In den letzten 20 Jahren sind die Unternehmen durch Fusionen und Verdrängungswettbewerb immer größer geworden. Dadurch wuchsen ihrer Möglichkeiten, Staaten durch ihre Ansiedlungspolitik gegeneinander auszuspielen. Mit Angeboten, ihren Geschäftssitz, Forschung und Entwicklung und Produktionsstätten anzusiedeln - oder mit der Drohung, sie in andere Staaten zu verlagern - erreichten sie weltweit eine für sie günstige Gestaltung des Steuer-, Wissenschafts-, Technik-, Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrechts (Deregulierung). "Globalisierung" nennt sich heute diese Entwicklung. Leere Staatskassen, höhere Belastungen der Lohneinkommen, Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne, aber auch immer abhängigere Forschung und wachsende Risiken von Innovationen mit unabsehbaren Folgekosten waren die Folgen, die in den Industrieländern mit ungünstigen demographischen Entwicklungen und dem strukturell bedingten Abbau von Arbeitsplätzen als Folge der Informationstechnologie konvergierten. Die Regierungen wurden immer abhängiger von globalen Spielern. Die Macht ging mehr und mehr nicht mehr vom Volke und seinen gewählten Vertretern aus, sondern von globalen Spielern. Die Globalisierung ist aber nicht nur abzulehnen: den anders als durch internationale Vereinbarungen global gültiger Rgeln kann nicht gestoppt werden, daß globale Spieler Staaten weiter gegeneinander ausspielen, sich immer mehr Macht aneignen und damit Demokratien untergraben. Erst wenn das gestoppt ist, könnte die Globalisierung das bewirken, was die globalen Spieler zur Verschleierung ihres Machtstrebens schon heute als Wirkung ihres globalen Spiels verheißen: eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung in der Welt. Ob das gelingt, hängt aber davon ab, ob sich Regierungen und Nicht-Regierungs-Organisationen bei internationalen Vereinbarungen dem Druck und Einfluß der globalen Spieler noch entziehen können oder sich ihm beugen. Einige Regierungen haben sich den Neoliberalismus der globalen Spieler bereits zu eigen gemacht. Dazu gehören vor allem die USA (seit Reagan) und Großbritannien (seit Thatcher), aber auch die BRD (seit Kohl). Die Schröder-Blair-Allianz bedetete keineswegs eine Umkehr. Wenn sich nach Ende des 2. Golfkrieges das unipolare Hegemoniestreben der USA verdeutlichen und verstärken sollte, das auf dem Weg zum Krieg, in den Äußerungen Bush's, in der Ablehnung des Internationalen Gerichtshofes, des Klimaschutzes und in der WTO sichtbar wurde, hat die Welt aufgrund der militärischen Überlegenheit der USA ein ernsthaftes Problem, das keine positive Entwicklung der Globalisierung erwarten läßt (vgl. GATS: Gesundheit und Bildung). Glossar zur Globalisierung Organisations-Glossar Mythen der Globalisierung (Atikel) |mehr|Links|Ù
In der Bibel gibt es nicht nur den einen namens Christus. Das alte Testament sieht die "Gottessöhne" mit den Menschentöchtern (!) Helden und berühmte Männer zeugen, mit denen sich allerdings Gewalt und Bosheit in der Welt verbreitet ... die "der Herr" nur noch per Sintflut zu stoppen vermag! (Gen 6). |mehr|Links|Ù
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Issue-Management, zu deutsch auch als Themenmanagement bezeichnet, ist ein "strategisch geleiteter Prozess zur Steuerung der Meinungsbildung. Dabei geht es darum, frühzeitig Einfluss auf die öffentliche Diskussion zu nehmen, um Krisen vorzubeugen und positive Stimmung für ein Unternehmen zu verbreiten. Im Rahmen des Issue-Management werden zunächst diejenigen Themen identifiziert, die für ein Unternehmen relevant sind, da sie mit ihrem Handeln diese Themen berühren oder mit ihnen in Verbindung gebracht werden.(Quelle: http://www.a-b-issue-management.de/) "Unternehmen kommen leicht ins Gerede: Etwa wenn die A-Klasse von Mercedes-Benz umkippt, Bayer ein Medikament zurückrufen muss oder Adidas Kinderarbeit vorgeworfen wird. Soll das Image des betroffenen Konzerns keinen dauerhaften Schaden nehmen, müssen sich die Führungskräfte mit diesen (Streit-)Fragen, neudeutsch Issues, auseinander setzen. Da die Öffentlichkeit Unternehmen zunehmend kritisch beobachtet, betreiben Firmen immer häufiger ein so genanntes Issue-Management. Idealerweise gehören dazu eine systematische Quellenanalyse und im zweiten Schritt das Beeinflussen von Trends und Meinungen. So suchen Bertelsmann-Mitarbeiter jeden Tag in rund 30.000 Zeitungs- und Magazinartikeln nach Themen, die den Konzern betreffen könnten. Die Issue-Manager von DaimlerChrysler beobachten sogar Internet-Newsgroups von Umweltverbänden. Der Konzern stellte bei seinen Recherchen vor einiger Zeit fest, dass sein Hightech-Image in Gefahr geriet. Die Stuttgarter reagierten darauf mit einem verstärkten Angebot von Werksbesuchen, Hintergrundgesprächen und Pressekonferenzen. Issue-Management ist aber nicht allein eine Aufgabe der Kommunikationsabteilung, sondern auch aller anderen Bereiche. Gefordert ist jeder Mitarbeiter, der Kontakt zu einem bestimmten Ausschnitt der Öffentlichkeit hat und damit das Bild des Unternehmens beeinflussen kann." (Quelle: http://www.manager-magazin.de/harvard/0,2828,222511,00.html - Lothar Kuhn) |mehr|Links|Ù
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In erst mündlicher Überlieferung, dann durch Schrift und bildendende und darstellende Kunst gewachsenes Netzes aus mehrdeutigen, einst auch religiösen Bildern, Symbolen, Begriffen, Geschichten, Ereignissen, Festen, das die Wahrnehmung des kulturellen status quo und seiner Zukunft konstruiert und dekonstruiert, deren Komplexität reduzieren, für einfache Menschen handhabbar, Ambivalenzen, Undeutlichkeiten, Widersprüche, psychische und soziale Konflikte, Brüche, Verwerfungen, Risiken wahrnehmbar machen oder entlastend verschleiern und die gegenwärtigen Herrschaftsverhältnisse legitimieren oder delegitimieren. Mythos, der gewachsen ist, ist in der Regel mehrdeutig und deutungsoffen und dadurch ein dialektisches Orientierungsmedium, das auch herausfordert, den kulturellen status quo zu hinterfragen und ihn auf Möglichkeiten zur Lösungen kultureller, gesellschaftlicher und kollektiver oder individueller psychischer Probleme zu befragen. Deutsche Bezeichnung eines relativ neuen PR-Konzeptes, das Erkenntnisse der Mythos-Forschung mißbraucht, um eine für die Interessen von Unternehmen (Gewinnmaximierung) günstige psychische, soziale und kulturelle Wirklichkeit zu konstruieren. Mythos-Marketing umfaßt und vernetzt alle bisherigen Marketing- und PR-Instrumente u.a. zur Konstruktion von Zusatznutzen der Produkte, von Firmen-Image und -Identität (corporate identity - CI), in einem Geflecht von Symbolen und Geschichten, die mit Hilfe von "perception management", "psychologischen Operationen" und "mood management" nicht bloß das Ansehen (Image) und Identität (CI) des Unternehmens in den Augen von potentiellen Kunden und Mitarbeitern konstruieren und darüber eine Bindung herstellen, sondern darüber hinaus einen Unternehmens-Mythos bis hin zu einer teilweise fiktiven sozialen und kulturellen "Wirklichkeit", die die gesamte Öffentlichkeit auf der Basis unbewußter kollektiver Gefühlsmuster für "wahr" halten kann, ohne sie zu hinterfragen. Mit dem gleichen Konzept läßt sich ein politischer Mythos konstruieren. |
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Neoliberalismus setzt am utilitaristischen Glauben des Liberalismus aus Zeiten des Vokswirtschaftklassikers Adam Smith (1723-1790) an, der Markt reguliere sich selbst. Der Kern der heutigen neoliberalen Position ist die These, bei völliger Freiheit des Wirtschaftens ohne jegliche staatlichen Eingriffe und Regulierungen würden Unternehmen gerade wegen ihrer Gewinnabsichten sozial und ökologisch verantwortlich handeln und das Leben der Menschen verbessern, weil sie anderenfalls von der "unsichtbaren Hand des Marktes" aus dem Wettberwerb ausgeschieden würden, da sie Ansehen und deshalb Käufer verlieren. Diese Position hat theoretisch eine gewisse Logik. Die Praxis ist aber von massiven Anstrengungen gerade der großen Transnationalen Unternehmen (TNCs - transnational corporates) geprägt, Gewinne zu privatisieren und Kosten zu sozialisieren (z.B. durch Reduktion von Löhnen, Sozialbeiträgen, Steuern, der Ausgaben für Sicherheit und Sicherheitsforschung etc. oder durch Regulierungen, die Lasten auf Dritte abwälzen) und die daraus wachsenden Widersprüche zu obiger These, durch ausgeklügelte PR-Strategien (z.B. "corporate social responsibility")der Wahrnehmung der Menschen zu entziehen. Diese PR-Strategien bauen die Kernthese des Neoliberalismus zu einem politischen Mythos auf, den die Menschen glauben und nicht mehr hinterfragen (sollen). Andere Definitionen und Beschreibungen:
|mehr|Das Schröder/Blair-Papier|Die Kritik Noam Chomskys|Links zu Neoliberalismus|Ù
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| O | Öffentlichkeitsarbeit > Public Relations |mehr|Links|Ù
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Definition des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense - DoD): Maßnahmen, um die Gefühle, Motive und das Denkvermögen einer ausländische Öffentlichkeiten und die offiziellen Bewertungen von Geheimdiensten und Amtsinhabern aller Ebenen durch Vermittlung und/oder Unterdrückung ausgewählter Informationen oder Fakten zu beeinflussen und Verhaltensweisen und offizielle Maßnahmen zu erzielen, die für die Ziele der Urheber günstig sind. Perception management kombiniert auf vielfältige Weisen Wahrheitsprojektion, Vortäuschung anderer als der wirklichen Motive (cover), Täuschung, Betrug, Operationssicherung und Psychologische Operationen. "Actions to convey and/or deny selected information and indicators to foreign audiences to influence their emotions, motives, and objective reasoning as well as to intelligence systems and leaders at all levels to influence official estimates, ultimately resulting in foreign behaviors and official actions favorable to the originator's objectives. In various ways, perception management combines truth projection, operations security, cover and deception, and psychological operations. See also psychological operations." (Quelle: http://www.dtic.mil/doctrine/jel/doddict/data/p/03990.html ) Inszenierung eines Netzes aus Bildern, Symbolen, Begriffen, Geschichten, Ereignissen, Festen zur Konstruktion einer Wahrnehmung des gesellschaftlichen status quo und/oder der Zukunft, die deren Komplexität reduziert, für einfache Menschen handhabbar macht, sie von der Wahrnehmung von Ambivalenzen, Undeutlichkeiten, Widersprüchen, psychischen und sozialen Konflikten, Brüchen, Verwerfungen, Risiken sowie von der Mitverantwortung für den status quo oder eine angestrebte Zukunft entlastet und beide legitimiert. Im Unterschied zum gewachsenen Mythos einer Kultur fehlt dem Konstrukt eines politischen Mythos in der Regel vor allem Mehrdeutigkeit und Deutungsoffenheit, die den gewachsenen Mythos einer Kultur zu einem dialektischen Orientierungmedium machen, das auch herausfordert, den status quo zu hinterfragen.
psychologische Operationen (PSYOP) Definition des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense - DoD): Planvolle Maßnahmen zur Vermittlung ausgewählter Informationen und Fakten an ausländische Öffentlichkeiten um Gefühle, Motive und ihr Denkvermögen und schließlich das Verhalten ausländischer Regierungen, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen zu beeinflussen. Das Ziel psychologischer Operationen ist, Haltungen und Verhalten zu erzeugen oder zu verstärken, die für die Ziele des Urhebers günstig sind. "Planned operations to convey selected information and indicators to foreign audiences to influence their emotions, motives, objective reasoning, and ultimately the behavior of foreign governments, organizations, groups, and individuals. The purpose of psychological operations is to induce or reinforce foreign attitudes and behavior favorable to the originator's objectives. Also called PSYOP. See also consolidation psychological operations; overt peacetime psychological operations programs; perception management." (Quelle: http://www.dtic.mil/doctrine/jel/doddict/data/p/04256.html ). Programme psychologischer Opertationen für Friedenszeiten Definition des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense - DoD): Diese Programme, die von der Truppenführung in Zusammenarbeit mit den Chefs der Diplomatischen Missionen der USA entwickelt wurden, planen, unterstützen und stellen der Führung Psychologischer Operationen während anderer als Kriegsoperationen, Unterstützung regionaler Politik, Interessen, Zielvorstellungen der USA und auf regionalen militärischen Schauplätzen bereit. " overt
peacetime psychological operations programs psychologische Kriegsführung (psychological warfare) Definition des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense - DoD):Der planvolle Einsatz von Propaganda und anderen psychologischen Aktionen mit dem vorrangigen Ziel, Meinungen, Gefühle, Haltungen und Verhalten feindlicher ausländischer Gruppen so zu beeinflussen, daß sie das Erreichen nationaler Ziele unterstützen."The planned use of propaganda and other psychological actions having the primary purpose of influencing the opinions, emotions, attitudes, and behavior of hostile foreign groups in such a way as to support the achievement of national objectives. Also called PSYWAR.""Public
Relations, oder zu deutsch schlicht "Öffentlichkeitsarbeit", ist auch
hierzulande ein wachsender Dienstleistungsbereich. Immer mehr Unternehmen, Verbände,
Kulturträger und staatliche Organisationen bedienen sich professioneller Public Relations
Agenturen, um ihre Anliegen in die Öffentlichkeit zu transportieren. Public Relations ist
dabei mehr als einfache Werbung für ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Idee. PR
beinhaltet vielmehr den Entwurf von umfassenden Kommunikationsstrategien. Ein beliebig
herausgegriffenes Lehrbuch zur Einführung in Public Relations definiert den Begriff von
daher wie folgt: "PR ist Kommunikationsmanagement, das den Prozess der
Meinungsbildung durch den strategisch geplanten, effizienten und gezielten Einsatz von
Kommunikationsmitteln gestaltet."(1) Das hört sich einigermaßen harmlos an. Und in
der Tat stellen sich die verschiedenen Protagonisten dieser Branche am liebsten als
einfache Mittler dar, die nur zu einer demokratischen Informationsvielfalt beitragen und
allein mit nüchternen Sachinformationen eine vernünftige öffentliche Debatte zu
bereichern suchen. Nun, ja ... Auf Seite zwei des gleichen Lehrbuchs wird man jedenfalls
schon etwas deutlicher und schreibt: "Funktionen von Public Relations sind
Imagegestaltung, kontinuierlicher Vertrauenserwerb, Konfliktmanagement und das Herstellen
von gesellschaftlichem Konsens"(2) [PR ist]"Das bewußte, geplante und dauernde
Bemühen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen in der Öffentlichkeit aufzubauen und
zu pflegen. PR ist nicht auf die Erzielung eines direkten Kaufabschlusses und eher
langfristig ausgerichtet.""Öffentlichkeitsarbeit (engl. Public Relations, Abk.
PR),Bez. für Pflege der Beziehungen zw. einem Auftraggeber und einer für ihn wichtigen
Öffentlichkeit. Ö. versucht, in der Öffentlichkeit ein Klima des Einverständnisses und
Vertrauens zu schaffen, das dem Zweck von Unternehmen oder Organisationen förderl. ist,
und wird außer von Unternehmen auch von Verbänden (Lobby), Behörden (Presse- und
Ö.)und Parteien (Vertrauensarbeit) betrieben. Begriff und Methoden der Ö. sind nicht
fest umrissen. Im Ggs. zur Werbung ist Ö. nicht unmittelbar am Verkauf von Gütern oder
Dienstleistungen interessiert, setzt vielfach sogar außerhalb des ökonom. Bereichs an,
z. B. durch Förderung kultureller, wiss. oder künstl. Interessen.Der Begriff Public
Relations stammt aus den USA, wo seit Beginn des 20 Jh. die Unternehmen versuchten,
öffentl. Kritik mit neuen Methoden abzuwehren und die Öffentlichkeit und ihre Medien
gegen wirtsch.- und sozial-polit. Reformvorstellungen einzunehmen.""Public
Relations (PR) bzw. Öffentlichkeitsarbeit ist ein Kommunikationswerkzeug, daß für
Marketinzwecke eingesetzt werden kann. Das Unternehmen muß nämlich nicht nur zu den
Verbrauchern, Lieferanten und Händlern ein positives Verhältnis aufbauen. Es muß auch
sein Verhältnis zu vielen Gruppen der Öffentlichkeit konstruktiv beeinflussen. Wir
definieren ein solche Gruppe der Öffentlichkeit wie folgt: Eine Gruppe der
Öffentlichkeit ist für das Unternehmen jede Gruppe, die aktuell oder potentiell die
Interessen des Unternehmens berührt und die Verfolgung der Unternehmensziele beeinflussen
kann."
"Public Relations - PR - beschäftigt sich mit (...) unternehmensstrategischen Aufgaben und organisiert auf konzeptioneller Grundlage die Kommunikationsprozesse zwischen Unternehmen, Organisationen oder Personen und deren Teilöffentlichkeiten in Form einer bewussten, zielgerichteten und systematischen Gestaltung der Kommunikationsaktivitäten. Unternehmen, Organisationen und Institutionen betreiben gewaltige Anstrengungen, um einen hohen Bekanntheitsgrad und ein positives Image für sich und ihre Produkte und Dienstleistungen zu erreichen. Sie werben um Vertrauen bei ihren Kunden, bei ihren Investoren oder den Bürgern in ihrer Nachbarschaft. Besonders in Krisenzeiten sind sie darum bemüht, durch Dialoge mit Kritikern und Befürwortern Interessen auszutauschen und Akzeptanz für ihr Verhalten zu schaffen. Die wichtigsten Tätigkeiten praktischer PR sind die Herstellung und Pflege von Kontakten zu Multiplikatoren, wie beispielsweise zu den Medien, über die Zielgruppen angesprochen und informiert werden sollen. Dazu gehört auch die Redaktion von Pressemitteilungen, Hintergrundinformationen und interner sowie externer Publikationen. PR für Unternehmen und Organisationen ist entweder inhouse in einer eigenen Abteilung angesiedelt oder wird als eingekaufte Dienstleistung beispielsweise von PR-Agenturen ausgeführt. " (Quelle: http://www.a-b-public-opinion.de/ )
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Synonym
für Akzeptanzbeschaffung: "social marketing" kombiniert traditionelle Ansätze, kollektive Haltungen und Verhaltensweisen zu verändern, mit kommerziellen Werbe- und Marketingtechniken. Die Novartis-Stiftung beschreibt "social Marketing" wie folgt: "social
marketing benutzt die Methoden des kommerziellen Marketing: Formulierung meßbarer Ziele,
Marktforschung, Entwicklung bedarfsgerechter Produkte und Dienstleistungen,
Erzeugung von Nachfrage durch Werbung und Vermarktung über ein Netz von Verkaufsstellen
zu Preisen, die es möglich machen, die Verkaufsziele zu erreichen. Der Traditionalist handelt in Übereinstimmung mit institutionalisierten Normen und Verhaltensmustern, solange emotinales Verhalten weitgehend von Stimmungen bestimmt wird. Deshalb kann sozialer Wandel am besten dadurch erzeugt werden, daß neue Ideen und Überzeugungen und dadurch auch Verhaltensweisen überbracht werden" Quelle: Novartis-Stiftung, "The Social Marketing Concept" = http://foundation.novartis.com/leprosy/social_marketing.htm Herausgelöst aus ihrer Legitimations-Maskerade, einer Lepra-Kampagne, enthüllt die Beschreibung, wozu "social marketing" auch noch dienen kann, wenn es nicht nur zur Überwindung gesundheitsgefährdender Verhaltensweisen eingesetzt wird: zur tiefgreifenden Veränderung von gewachsenen Weltanschauungen, Kultur und einschließlich der politischen Kultur und demokratischer Verhältnisse. Die Entwertung ethischer Erwägungen zugunsten eines wertorientierungslosen Pragmatismus mit der üblen Nachrede, sie bedächten nicht die Konsequenzen, ist augenfällig tendenziös und dient wohl der Vorab-Denunziation jeder Frage nach den wahren Absichten. Diese enthüllen sich bereits in der Absicht, tiefgreifende weltanschauliche und kulturelle Veränderungen mit Marketingkonzepten äußerst undemokratisch ohne Beteiligung der betroffenen Bevölkerung herbeizuführen. Aufklärungskampagnen besonders im Gesundheitswesen waren bisher aus besten Gründen Aufgabe des Staates: denn das gewährleistete, daß Aufklärung nicht aus Gewinninteressen in Mythenbildung umschlug. Dies ist nicht mehr gewährleistet, wenn globale Spieler sich diese Staatsaufgabe anzueignen versuchen: sie erliegen nur allzu leicht der Versuchung, Weltanschauung und Kultur nicht nur im Interesse der betroffenen Menschen, sondern zugunsten ihrer eigenen Gewinn- und Machtinteressen zu verändern. Der Griff globaler Spieler nach Staatsaufgaben wie Gesundheits- und Bildungswesen ist über GATS bereits in vollem Gange.
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Ethisches Prinzip nach Jeremy Bentham (1748 - 1832) und John Stuart Mill (1806 - 1873), nach dem diejenigen Handlungen gut sind, die das Leid aller Lebewesen minimieren und ihre Lust und Freuden maximieren. Der zeitgenössische australische Ethiker Peter Singer, der seine Ethik auf den Utilitarismus stützt und auf heutige Probleme wie Eigentumsverteilung, Flüchtlingsproblematik, Asylrecht, Sterbehilfe, Gen- und Reproduktionstechnik, Embryonenforschun und Ökologie anwendet, sieht nicht Lust und Freuden, sondern Präferenzen (Wünsche und Interessen, Neigungen aller bewußten Wesen) als die Grundlage für moralische Entscheidungen. Der Utilitarismus zeigt schon da seine Widerhaken: waren schon die Väter des Utilitarismus in der Verlegenheit, Lebewesen, die sich nicht äußern können, die Beschaffenheit ihrer Leiden, Lüste und Freuden unterstellen zu müssen, so steigert die Singersche Begrenzung auf "bewußte Wesen" diese Verlegenheit: wie werden die Wünsche und Interessen von Wesen berücksichtigt, die sich ihrer selbst noch nicht oder nicht mehr bewußt sind (Embryonen, Säuglinge, geistig Behinderte, Altersdemente, Komapatienten)? Werden sie bei der Minimierung des allgemeinen Leids und der Maximierung des allgemeinen Glücks noch berücksichtigt? Die heutige interessenbestimmte Belagerung der Grenzen des Lebens z.B. in der Frage der Stammzellenforschung, der Forschung an Zustimmungsunfähigen, der Organtransplantation und des Embrionenverbrauchs für die Alzheimer-Medikamente zeigt die Grenzen der utilitaristischen Ethik Singers. "Im
Kontext des Neoliberalismus "Utilitarismus (engl. utilitarianism, von lat. utilitas, Nutzen) nennt man die ethische Position, die eine Handlung danach bewertet, ob sie im Vergleich mit anderen Handlungsalternativen die größte Anzahl positiver, nicht-moralischer Werte, z. B. Glück, Reichtum, Gesundheit, Schönheit, Einsicht usw., hervorbringt. Der Utilitarismus wird der konsequentialistischen Ethik und dem Eudämonismus zugerechnet und ist eine altruistische Ethik." (Quelle: Lexikon der Philosophie - http://www.phillex.de/utilitar.htm) |mehr|Singer-Debatte|Links zur Singer-Debatte|Links zu Utilitarismus|Ù
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"Wahrnehmungssteuerung" ist nicht bloß die Übersetzung von "perception management" ins Deutsche. Symbole, Bilder, Texte, Ereignisse u.s.w. können so gestaltet werden, daß sie bei ihrer Erstwahrnehmung messbare psychophysische Reaktionen auslösen, die darüber entscheiden, in welcher Weise eine Information aufgenommen, verarbeitet, emotional bewertet und erinnert wird. Ziel der Gestaltung ist, daß die Aufnahme, Verarbeitung, emotionale Bewertung und Erinnerung für die Interessen des Publizierenden günstig wirkt. Diese Gestaltung ist "Wahrnehmungssteuerung". In diesem Sinne ist Wahrnehmungssteuerung weder identisch mit "perception management" noch mit "psychologischer Operation". Wahrnehmung kann aber in diesem Sinne nicht nur durch einzelne Symbole, Bilder, Texte, Geschichten, Ereignisse, Nachrichten usw. gesteuert werden, sondern auch durch das Zusammenwirken vieler verschiedener Präsentationen verschiedener Inhalte zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten. Die planvolle zeitliche, räumliche, formale und inhaltliche Koordination vieler Präsentation wahrnehmungssteuernder Symbole, Bilder, Texte, Geschichten, Ereignisse, Nachrichten usw. führt zu "psychologischen Operationen"; werden zusätzlich nicht primär psychologische Methoden wie Unterdrückung von Informationen, Schaffung von Ereignissen eingesetzt, die gleichwohl psychische Wirkungen entfalten, zu "perception managment". Der Begriff "Wahrnehmungssteuerung" wird gegenwärtig eher umgangssprachlich oder als Übersetzung von "perception management" verwendet. Im Rahmen des Mythos-Marketing wird er vom "Institut für Rationelle Psychologie (GRP)", München, im obigen Sinne ausgefüllt. World Trade Organisation (WTO) Die 1995 gegründete WTO ist eine mächtige, neue, globale Handelsbehörde [commerce agency], welche das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade, GATT) zu einem verbindlichen, einklagbaren globalen Handelskodex [commerce codex] gemacht hat. Die WTO stellt einen der Hauptmechanismen der wirtschaftlichen Globalisierung dar. Während ihre Verfechter davon sprechen, daß sie auf "Freihandel" basiere, sind doch die über 700 Seiten WTO-Regeln nichts anderes als ein umfassendes System unternehmensgesteuerten Handels (corporate-managed trade). Eigentlich hat die WTO sehr wenig mit der durch David Ricardo oder Adam Smith im 18.Jh. geprägten Freihandelsphilosophie zu tun, die davon ausging, daß weder Arbeit noch Kapital die Staatsgrenzen überschreiten. Im WTO-System des unternehmens-gesteuerten Handels dominiert wirtschaftliche Effizienz, die vor allem an kurzfristigem Kapitalgewinn festgemacht wird, alle anderen Werte. Entscheidungen, die sich auf die Privatwirtschaft beziehen, sollten von ihr auch selber getroffen werden, während die Gemeinschaft die Sozial- und Umwelt-ausgaben zu tragen habe. (Quelle: http://massenmensch.de/wto/wto1.html) Die WTO ist die internationale Organisation, welche offiziell damit beauftragt wurde, eine Reihe von Handelsregeln umzusetzen. Dazu gehören das GATT, das "Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums" (Trade Related Intellectual Property measureS, TRIPS), das "Allgemeine Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen" (General Agreement on Trade in Services, GATS) und andere. Die WTO wurde 1995 im Zuge der "Uruguay Runde" der GATT Verhandlungen gegründet.Vor der Uruguay-Runde bezogen sich GATT-Regeln hauptsächlich auf Zölle und Kontingentierungen. Um Regeln durchzu-setzen, bedurfte es der Einstimmigkeit aller GATT-Mitglieder. Die Uruguay-Runde erweiterte das GATT-Reglement auf die sogenannten nicht-tarifären Handels-hemmnisse. Dazu zählen Gesetze zur Lebensmittelreinheit, zu Produktnormen, Regeln über den Umgang mit Steuergeldern, Investitionspolitik und noch andere nationale Gesetze, die Auswirkungen auf den Handel haben. Daher dienen WTO-Regeln dazu, Länder in der Einführung und Umsetzung nicht-tarifärer Handelspolicen zu beschränken. Momentan sind 134 Länder Mitglied der WTO, 33 Staaten haben einen Beobachterstatus. Offiziell werden Entscheidungen durch Abstimmungen oder Konsens getroffen. Wiederholt haben jedoch die entwickelten Länder - voran die Gruppe EU, USA, Kanada, Japan - wichtige Entscheidungen unter Ausschluß der übrigen WTO-Staaten getroffen. Der Mangel an demokratischen Prozessen und nachvollziehbaren Entscheidungen in der WTO läßt sich durch das WTO-Streitschlichtungsverfahren veranschaulichen. Die WTO erlaubt es den Staaten, gegenseitig nationale Gesetze anzufechten, sofern jene die WTO-Regeln verletzen. Die Fälle werden von einem Gremium aus drei Handelsbüro-kraten entschieden. Es gibt keine Regeln, die Interessenskonflikte der einzelnen Gremien-mitglieder verbieten. Zudem haben die Gremienmitglieder oft wenig Verständnis für nationale Gesetze oder für die Verantwortung der Regierung, Arbeiter-, Umweltschutz- oder Menschenrechte zu schützen. So ist es nicht verwunderlich, daß bisher jedes eingeklagte Gesetz zum Schutz der Umwelt oder der allgemeinen Gesundheit von der WTO als illegal erklärt wurde. WTO-Tribunale operieren im Geheimen. Dokumente und Verhandlungen sind vertraulich. Nur Regierungen dürfen teilnehmen, auch wenn z.B. das Gesetz eines Bundeslandes zur Diskussion steht. Gegen Entscheidungen kann von anderen keine Berufung eingelegt werden. Sobald eine endgültige WTO-Entscheidung getroffen wurde, stehen dem Verliererland drei Alternativen offen: (1) Anpassung der betreffenden Gesetze an die WTO-Bedingungen innerhalb eines befristeten Zeitraums; (2) Ständige Ausgleichszahlungen an das Gewinnerland; (3) Hinnahme unnachgiebiger und schwerer Handelssanktionen. Die offizielle Position der USA ist, daß langfristig Gesetze den WTO Regeln angeglichen werden müssen. Eine so eindeutige Position wird von der EU nicht bezogen. Sie setzt sich dafür ein, ein Regelwerk zu schaffen, nach dem zwischen ungerechtfertigten Handelshemmnissen und gewichtigen Gründen unterschieden werden kann. (Quelle: http://massenmensch.de/wto/wto3.html ) |mehr|Links|Ù
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