Versorgung
der Menschheit mit Nahrung und Gesundheit verheißen die Gentechnik-Konzerne schon lange.
Aber die Erfolge lassen immer noch auf sich warten. Kritische Experten wundert das schon
länger nicht. Denn immer noch herrscht unglaubliche Unkenntnis: weit über 95% der Gene
der meisten Nutzpflanzen sind immer noch unbekannt, ebenso wie die Orte und die Zahl der eingefügten künstlichen
Gene in genmanipulierten Pflanzen. Vollständig
bekannt sind zwar die Genome etlicher Viren und Bakterien, aber nur einer
einzigen Pflanze (Arabidopsis = Ackerschmalwand). Und
selbst wenn alle Gene bekannt sind besteht weitgehende Unkenntnis über die
Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den Genen , der Gene mit Proteinen, den
übrigen Bestandteilen einer Zelle und Umwelteinflüssen.
Die
Gentechnik, die verändernd in Erbinformationen eingreift, weiss in der Tat selbst nicht
was sie tut!! Trotz dieser hohen Unkenntnis
und Unsicherheiten reden ihre Befürworter sich und anderen aber ein, dass die
Genmanipulation von Pflanzen genauer und nicht riskanter sei als herkömmliche Züchtung ,
zu einem Gewinn an Sicherheit in der Züchtung führe und die Welt vom Hunger befreien
werde.
Die
Suche nach Genen für bestimmte Eigenschaften von Pflanzen ist längst nicht das einzigste
Arbeitsfeld der Gen-Forschung, die zu mehr als 70% in Unternehmen stattfindet.
Die
Genforschung in den Konzernen und Universitäten ist mit Nachdruck dabei Gene für
bestimmte Eigenschaften beim Menschen wie zum Beispiel Aggression, Schizophrenie oder
andere Krankheiten zu suchen.
Sowohl
die Biologie als auch die Psychologie haben schon lange erkannt, dass sich Gestalt und
Eigenschaften von Lebewesen sowie Verhaltensweisen von Menschen aus einer Interaktion zwischen Erbanlagen und
Umgebungseinflüssen entfalten.
Obwohl also nach Erkenntnissen der Biologie und
Psychologie die Vor-Stellung der Genforscher, ein Gen für z.B. Aggression oder
Schizophrenie finden zu können, etwas sehr Unwahrscheinliches annimmt, nämlich
ursächliche Gene, die ohne Beteiligung anderer Gene (monogen) und anderer
Einflüsse (monokausal) Eigenschaften und Verhaltensweisen eines Lebewesens bis hinein in
den Charakter bestimmen sollen, machen sie sich mit hohem finanziellen Aufwand auf die
Suche, melden hin und wieder Erfolge, die sich aber auffällig häufig nicht halten
lassen.
Die
kühne, wenig erfolgversprechende Suche nach dem Aggressionsgen oder anderen psychischen oder physischen
Zivilisationskrankheiten entlastet die Menschen von der unangenehmen bis schmerzahlften
Alltags-Einsicht dass diese individuell und kollektiv von sozialen Beziehungen und Lebensbedingungen erzeugt
werden, die Menschen psychisch und physisch überfordern. Damit entlastet schon die
bloße, wenig erfolgversprechende Such nach ursächlichen Genen die Menschen
auch von der Verantwortung bei der Gestaltung ihrer individuellen und kollektiven
Sozialbeziehungen und Lebensbedingungen.und und vor allem von der Anstrengung, diese zu
ändern, um z.B. Aggressionen, psychische und physische Erkrankungen wie z.B. Allergien zu senken.
Diese
Verantwortung und Änderungsanstrengung wird von der bloßen Suche nach
ursächlichen Genen ersetzt durch die Vor-Stellung, demnächst könne man
Aggressive oder sonsnstwie Verahltensauffällige, psychisch und physisch Erkrankte zur
Ausschaltung des ursächlichenGens ja zum Gentechniker schicken. Wie bequem:
keine individuelle und kollektive Verantwortung z.B. für die wachsende Lust an Gewalt und
Horror und steigenden Allergien!
Ebenso
entlastet die Vor-Stellung, mit Gentechnik
ließen sich landwirtschaftliche Erträge steigern und die wachsende Weltbevölkerung mit
Nahrung versorgen, von der Notwendigkeit , ungerechte Verteilungsstrukturen zu beseitigen.
Durch
die kühne und wenig erfolgversprechende, aber mit entlastenden Verheißungen
gerechtfertigte Suche nach bisher bloß
angenommenen Genen, die für Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressivität, psychische
oder physische Erkrankungen oder bessere Erträge von Nutzpflanzen ursächlich
sein sollen, wird Gentechnik selbst zu einem Mythos
Sie
hat etwas von der mythischen Suche nach dem erlösenden Gral, dem goldenen Flies, dem
unbesiegbar machenden Schwert.
Mythen
haben schon immer auch die Funktion, die Komplexität des Lebens dem begrenzten
Erkenntnisvermögen und dem Alltagsbewusstsein der Menschen so zurechtzuschneiden und zu
vereinfachen, dass sie das Leben und die Welt, so wie sie gerade sind, mit geringeren Schmerzen ertragen und bequemer
handhaben können.
Diesen
mythischen Charakter der kühnen und wenig erfolgversprechenden Suche nach
ursächlichen Genen treiben die globalen Gentechnik-Konzerne in ihrer
Öffentlichkeitsarbeit auf die Spitze:
Als
wären sie Christus verheißen sie die Speisung der Sechsmilliarden, die Heilung aller
Kranken und das ewige Leben. Am
tollsten treibts Monsanto
"Monsanto feeds the world - Food -
Health - Hope".
Und
Novartis verwendet nebenstehendes Werbebild mit dem Titel Staiways to heaven,
um uns über das Symbol der Gentechnik, die
molekulare Struktur der Erbinformation (Doppelhelix) als Himmelsleiter in den Himmel
steigen zu lassen, damit wir dank Novartis - den Himmel schon auf Erden haben? Oder
schneller in den Himmel kommen? Oder damit
Novartis in den Profit-Himmel kommt?
Das
Legitimationsdefizit der Anwendung von Gentechnik aufgrund hoher Unkenntnis, die
mythischen Qualitäten, die schon der Gentechnik selbst innewohnen, und die offenkundig
mythisch-spirituellen Formulierungen und Symbole der größten GenTech-Konzerne fordern
mächtig dazu heraus, nicht nur die Gentechnik-Anwendungen, sondern auch die Öffentlichkeitsarbeit
der Gentechnikkonzerne kritisch zu
hinterfragen und zu prüfen, ob und wie unsere Wahrnehmung gesteuert wird, die Gentechnik
im heiligen Schein zu sehen. . .
In
den Seminaren Das Blaue vom Himmel wird vor allem untersucht und dargestellt,
wie die widerspenstigen Europäer dazu gebracht werden sollen endlich zu schlucken, was
die Gentechnik ihnen an Halbgarem auftischt.werden Die
Mittel und Methoden der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit dieser Konzerne werden dabei auch darauf abgeklopft, ob damit gleichzeitig versucht wird, das
Legitimationsdefizit der Globalisierung zu mindern.
Die
Seminare wenden sich nicht an Experten,
sondern an alle Menschen, die nicht damit einverstanden sind, dass ihre Wahrnehmung von
Konzernen klammheimlich gesteuert werden. Kenntnisse über Gentechnik, Globalisierung,
Öffentlichkeitsarbeit und Psychologie sind
nicht erforderlich. |