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in der Gentechnikdebatte
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MythosLifeScience.jpg (10994 Byte)


Versachlichung der Gentechnikdebatte fordern unisono alle Gentechnikkonzerne. Und beauftragen über ihren Dachverband EuropaBio eine amerikanische Werbeagentur namens Burson Marsteller (BM), das Gegenteil zu tun: mit Symbolen statt Logik [1] soll und will diese Agentur die Wahrnehmung der Europäer von der Gentechnik steuern. „perception management“, nennt sie ihre Spezialität, mit der sie schon den Opfern von Bophal und der Argentinischen Junta das Gehirn gewaschen und die Täter schöngefärbt[2] hat und die US-Regierung auf die Blockade des Klimaschutzes eingeschworen [3] haben sollte. Seit einigen Jahren sind die Europäer dran, die nicht schlucken wollen, was die Gentechnikkonzerne ihnen heimlich und gegen ihren Willen an Halbgarem auftischen. Wie macht Burson Marsteller das? 

Die "Mission" von Burson Marsteller: Wahrnehmungssteuerung  

"Burson-Marsteller hat eine Managementmethode entwickelt, mit deren Hilfe ein Unternehmen gezielt Einfluß darauf nehmen kann, wie es wahrgenommen wird, sei es von innen oder von außen. Wir nennen es "Perception Management". Ziel des "Perception Managements" ist die Positivierung eines Unternehmensimages bei allen relevanten Marktgruppen. Dabei kann es sich um Meinungsbildner, die Medien, Vertreter bestimmter politischer Gruppen (…) handeln.
Burson-Marsteller ist der Überzeugung, daß Kommunikation im Geschäftsleben eine weitaus größere Rolle spielt als nur (…) das Image zu verbessern. (…) Die zentrale Mission von Burson-Marsteller ist infolgedessen das Management von Wahrnehmungen und Sichtweisen - "Perception Management"“ [4]

Offenkundig will BM nicht das Ansehen von Firmen in den Augen der Verbraucher verbessern, sondern die Wahrnehmung der Meinungsbildner, Medien und Politiker von der Gentechnik steuern.  Was genau ist die Methode des „perception management“, wie geht sie über Imageverbesserung hinaus und wie und wo setzt BM sie an, um zu steuern, was Meinungsbildner, die Medien, Politiker und schließlich wir selbst sehen?

Symbole statt Logik      

BM empfiehlt EuropaBio in seinem Strategiepapier Gefühle zu steuern – mit Symbolen statt mit Logik:

„Symbole - und nicht Logik: Symbole spielen eine zentrale Rolle in der Politik, denn sie sprechen Emotionen und nicht die Logik an. (…). Die Bioindustrien müssen (…) - mit Symbolen, die Gefühle wie Hoffnung, Befriedigung, Fürsorge und Selbstwert erwecken."[5]

BM will nicht nur das Erscheinungsbild einer Firma oder den „Zusatznutzen“ eines Produkts „polieren“, sondern BM will in einer politischen Debatte überstürzter und halbgarer Anwendungen wissenschaftlicher Erkenntnisse, über deren Gefahren die Wissenschaft noch streitet, mit Symbolen Wahrnehmung und Gefühle steuern! Das ist extrem unsachlich und widerspricht der Forderung an die Kritiker nach Versachlichung der Gentechnik-Debatte.  

Wie und wo BM die Wahrnehmungs- und Gefühlssteuerung ansetzt, müsste daran zu erkennen sein, wie die Mitglieder von EuropaBio die BM-Empfehlungen umgesetzt haben.

Beschreibung und Analyse dieser Umsetzung ausführlich in:  

Der GENaue Blick - Die "Grüne Gentechnik" auf dem Prüfstand.  München, Dez 2002: Ökom-Verlag

  Politische Ökologie, Themenheft "!Überlegen?". München, März 2003: Ökom-Verlag

Ausschnitte aus dem Ergebnis:

Die Analyse nur weniger Bilder, Firmennamen, -logos, -auftritte und Schlagworte erhärten den Verdacht, die BM-Methode der Wahrnehmungssteuerung („perception managment“) bestehe in der Entdifferenzierung der Wahrnehmung von Raum und Zeit, von Subjekt und Objekt, der Mobilisierung von Ohnmachts- und Verlassenheitsgefühlen der geburtsnahen Kindertage, deren Aufhebung in Gier nach Größe, Überlegenheit, Allmacht und der Identifiktion mit idealisierten, ja vergötterten übermächtigen Aggressoren. Denn immerhin präsentiert das BM-Logo dem Betrachter ein Symbol, dessen Inhalt in den Bildern zur Gentechnik immer wieder auftauchen – am offenkundigsten bei Novartis: die Verschmelzung des Gegensätzlichen, von Subjekt und Objekt, des Auges, das die Sonne wahrnimmt, das ins Licht blickt, mit dem Objekt seiner Wahnehmung, der Sonne und dem Himmel. (...)

Die Emotionalisierung durch Mobilisierung frühkindlicher Gefühlswelten und die Zerstörung des Denkens durch Entdifferenzierung, widerspricht nicht nur exzessiv der Forderung nach Versachlichung der  Gentechnikdebatte, die gerade EuropaBio-Mitglieder immer wieder mit erhobenem Zeigefinger einklagen – z.B. die PM des BLL auf der Tagung zum BMVEL-Diskurs „Grüne Gentechnik“ in Bad Neuenahr. Auch diese „paradoxe Handlungsaufforderung“ entdifferenziert, nämlich Emotionalisierung und Versachlichung, und erzeugt die Ohnmachtsgefühle eines „double binds“ . Und das bringt nicht nur (...) die „Saat“ der "Wahrnehmungssteuerung“ optimal zum keimen, sondern versucht, eine Massenpsychose zu erzeugen. Wohin dieser breit angelegte Versuch führen könnte, kann nach den politischen Katastrophen des vorigen Jahrhunderts niemandem unklar bleiben.  (...)


[1] Das "Kommunikationsprogramm" für EuropaBio - Erstellt von Burson Marsteller, Bereich Regierungs- und Öffentlichkeitsngelegenheiten (im Fogenden: BM-Empfehlungen), Punkt 18. Zu den BM-Empfehlungen gehört neben „Symbole statt Logik“ auch: Geschichten statt Sachdiskussion, Vermeidung der „killing fields“ (gemeint ist die Risikodebatte, die die Industrie als „verlorenes Schlachtfeld“ betrachtet), Fürsprecher statt selbst an die Front. Es ist geplant, die Umsetzung auch dieser Empfehlungen durch die GenTech-Konzerne darzustellen.

[2]    Fuchs, Ursel (1998): Die Propaganda-Strategie der Gen-Multis ist enttarnt. In: raum & zeit Nr. 091/1998.

[3]   http://www.germanwatch.org/rio/eszgcc.htm : „Die Global Climate Coalition (GCC) wurde 1989 von der US-amerikanischen PR-Agentur Burson-Marsteller mit Sitz in Washington, D.C. gegründet. Sie repräsentiert ca. 15 private Unternehmen und 25 Verbände, vor allem Firmen der Bereiche Öl und Kohle, Flugverkehr, Autohersteller und Chemiekonzerne.“

[4http://www.burson-marsteller.de/frontpa.htm = ehem. hompage v. Bursonmarsteller (nicht mehr verfügbar, aktuell: http://www.burson-marsteller.de/index.htm).  Daß „perception management“ weiter praktiziert wird, ergibt sich aus:
http://www.burson-marsteller.de/profil/wir_ueber_uns.htm  

[5]   BM-Empfehlungen, Punkt 18   (Hervorhebung von mir)


Zettelkasten / Links zum Thema

Fireball: "perception management" "psychological operation" deutschsprachig 0, weltweit 17 Treffer:

Zeitangaben:

1987 http://www.africa2000.com/PNDX/glossary.html = PROPAGANDA AND PSYCHOLOGICAL WARFARE STUDIES: GLOSSARY DEPARTMENT OF DEFENSE - MILITARY AND ASSOCIATED TERMS. (SOURCE: Joint Chiefs of Staff, Department of Defense, JCS Pub 1 (1987)) = http://www.bannerofliberty.com/OS10-00HL/10-16-2000.4.html

1995 http://carlisle-www.army.mil/usawc/Parameters/96winter/thomas.htm

1996 http://burn.ucsd.edu/archives/ats-l/1996.Nov/0058.html = ANTIFA INFO-BULLETIN, CIA & "Perception Management" = http://www.tao.ca/ainfos/A-Infos96/8/0183.html

1996 http://burn.ucsd.edu/archives/ats-l/2001.03/msg00034.html ([AFIB] OPD: A U.S. Propaganda Ministry) = Lost History: CIA'S PERCEPTION MANAGEMENT, Copyright 1996-2001 The Consortium for Independent Journalism = http://www.consortiumnews.com/archive/lost12.html

1996: http://call.army.mil/fmso/fmsopubs/issues/deteriw.htm (Foreign Military Studies Office, 01 Meade Ave, Fort Leavenworth, KS 66027-1351) = Parameters, Vol XXVI, No 4, Winter 1996-97 pp 81-91

1996 http://www.rand.org/publications/MR/MR1016/MR1016.chap5.pdf

1997 http://www.iwar.org.uk/psyops/resources/usaf/student/97-0363.pdf

1997 http://www.t0.or.at/0ntext/subprop.htm = http://amsterdam.nettime.org/Lists-Archives/nettime-l-9705/msg00102.html

1999 http://www.gmu.edu/departments/t-po/peace/infocamp.pdf = Information campaigns for peace operations / Kevin Avruch, James, L. Narel, Pascale Combelles Siegel.

1999 http://www.infowar.com/infowarcon/1999/Misti/ses10.pdf = Perception Management in Peace, Crisis, and War

2000 http://www.fas.org/man/dod-101/ops/war/docs/grozny2000.htm  (Foreign Military Studies Office, 01 Meade Ave, Fort Leavenworth, KS 66027-1351) = Military Rewiev July-Aug 2000

2001 http://www.boell.de/downloads/medien/DokuNr20.pdf

Nach den im Web verfügbaren Informationen tauchen die Begriffe "perception management" und "psychological operation" erstmals 1987 auf im GLOSSARY  des DEPARTMENT OF DEFENSE (DOD) - "MILITARY AND ASSOCIATED TERMS". Ob "perception management" eine von Burson Marsteller entwickelte Methode, wie BM behauptete, kann offen bleiben. Eindeutig wurde beides für das Militär und den CIA entwickelt und zunächst auch vom Militär und CIA angewendet (Golfkrieg, Balkan, Columbien). In der 2. Hälfte der 90er Jahre tauchen diese Begriffe dann auch jenseits militärischer Anwendungen auf.

 

Definitionen

perception management
(DOD) Actions to convey and/or deny selected information and indicators to foreign audiences to influence their emotions, motives, and objective reasoning as well as to intelligence systems and leaders at all levels to influence official estimates, ultimately resulting in foreign behaviors and official actions favorable to the originator's objectives. In various ways, perception management combines truth projection, operations security, cover and deception, and psychological operations. See also psychological operations.
Quellen: http://www.dtic.mil/doctrine/jel/doddict/data/p/03952.html http://www.militaryworld.com/reference/dictionary/data/p/04712.html   http://www.africa2000.com/PNDX/glossary.html

ausführliches Dokument (sehr wichtig):

A Perception Management in Peace, Crisis, and War@
A Human Factors in the Information Age@ Track

One of the key aspects of the doctrinal construct we currently call Information Operations and Operation Warfare is Perception Management. While the term APerception Management@ is relatively novel in terms of conflict and war, its elements are well-established. Basically, Perception Management involves: Public Affairs, Public Diplomacy, Psychological Operations, and Deception.
Together with Information Assurance and Information Dominance or Information Superiority,Perception Management is a key aspect of the struggle to control the ABattle-Space@, the AConflict Space@, and the AInformation Space@ across the spectrum of conflict.

Session 10, the second session in the AHuman Factors@ Track, is entitled APerception Management in Peace, Crisis, and War@. This panel will be chaired by Mr. Jamie MacIntosh, from the Defence Evaluation and Research Agency in the United Kingdom. It will feature a brief overview of the issue of Perception Management by Mr. Douglas H. Dearth, as well as the following papers: Mr. Chuck Williamson of the Office of the Assistant Secretary of Defense for Special Operations and LowIntensity Conflict on APerception Management in Transition From Peace, to Crisis, to War@; and Major Steve Collins, from the U.S. Special Operations Command, who will speak on APerceptionConflict Involving NATO and Yugoslavia in the recent and current events in Kosovo.

Quelle: http://www.infowar.com/infowarcon/1999/Misti/ses10.pdf

 

PSYCHOLOGICAL OPERATIONS (PSYOP):

US Department of Defense (DOD) Planned operations to convey selected information and indicators to foreign audiences to influence their emotions, motives, objective reasoning, and ultimately the behavior of foreign government, organizations, groups, and individuals. The purpose of psychological operations is to induce or reinforce foreign attitudes and behavior favorable to the originator's objectives. Also called PSYOP. See also perception management.

(NATO) Planned psychological activities in peace and war directed to enemy, friendly, and neutral audiences in order to influence attitudes and behavior affecting the achievement of political and military objectives. They include strategic psychological activities, consolidation psychological operations and battlefield psychological activities.

Inter American Defense Board (IADB) These operations include psychological warfare and, in addition, encompass those political, military, economic, and ideological actions planned and conducted to create in neutral or friendly foreign groups the emotions, attitudes, or behavior to support the achievement of national objectives.

Quelle: http://www.africa2000.com/PNDX/glossary.html

US Department of State (DoS): To provide a working knowledge of the concepts, terms, planning considerations and command and control structures used in planning for and conducting peace operations. Focus is on peace operations and covers existing and emerging joint/service doctrine. Includes lessons on the United Nations, NATO, Department of State, non-government organizations (NGO) and private volunteer organizations (PVO), U.S. policy regarding peace operations, national/international law, rules of engagement, intelligence in peace operations, public information, civil/military operations, PSYOP, mediation and negotiation and combat service support. Students will present three case studies as well as participate in a peace operations planning practical exercise. Instruction includes: MOOTW concepts; organization for joint, combined, and coalition operations; UN organization/role in peace operations; U.S. role in UN peace operations; NATO organization/operations today; NATO in peace operations; Department of State in peace operations; national/international directives, law of war, rules of engagement; NGO; PVO; introduction to peace operations; introduction to peacekeeping; introduction to peace enforcement; intelligence considerations in peace operations; public information management; civil military affairs; PSYOP in peace operations; mediation and negotiation; combat service support to peace operations; training for peace operations. The course culminates with case studies, practical applications, and a practical application debrief.
Quelle: http://state.gov/t/pm/rls/rpt/fmtrpt/2002/10896.htm

ausführliches Dokument:
PLANNING FOR PSYCHOLOGICAL OPERATIONS - A PROPOSAL A Research Paper Presented To The Research Department Air Command and Staff College (89 Seiten) http://www.iwar.org.uk/psyops/resources/usaf/student/97-0363.pdf

Spuren

Im Rahmen der webseiten der Troy State University, Fort Bragg, North Carolina, die offenbar eng mit dem Militair kooperiert (Link auf der Hompage zu eArmyU.com, eine offenkundig militärische Einrichtung, die Program communities anbietet, seltsamerweise zu Health, Nutrition & Education),  findet sich eine speziellen PSYOP-Seite, die allerdings von der Hompage aus nicht zugänglich ist: http://www.tsubragg.com/psyop/index.htm . Auf dieser Seite findet sich weitere Seiten: Communication Theory, Marketing Sites, Social Marketing. Die Marketing-Seiten enthalten  mehere Links zur Novartis-Stiftung für nachhaltige Entwicklung - bei Social Marketing an ganz prominenter Stelle: Novartis Foundation Introduction to the Social Marketing Concept. Während die Literaturseite überwiegend militärische Literatur zu PSYOP versammelt, finden sich auf der Linkseite neben Marketing-Links (darunter erneut die Novartis-Stiftung) stramme Militär-Links, von denen jedoch die Interessantesten zum Thema PSYOP, z.B. Information Management Issue (Dec98-Feb99) , Information-Age Psychological Operations (MilRev) und The Perception Management Process (MilRev) ins Leere führen!

Literatur:

Introductory Texts: The following books are directly relevant to psychological operations and are relatively accessible (i.e., written in "English"). I would highly recommend these books to people entering the field of psychological operations.

The Art of Cause Marketing: How to Use Advertising to Change Personal Behavior and Public Policy by Richard Earle (2000, NTC Business Books, ISBN:0-658-00122-1) 
This book is a first hand account of private sector cause marketing. The author is an advertising executive with years of experience in cause marketing, most notably the "Crying Indian" anti-litter ads.

Influence: The Psychology of Persuasion (Revised Edition) by Robert B. Cialdini (1993, William Morrow and Company, ISBN:0-688-12816-5)
This is extremely readable overview of the psychology of interpersonal persuasion. The content is grounded in psychological research but is presented through engaging stories and examples. The emphasis of this book is on persuasion via "face to face" interaction as opposed to via mass media. This book is a must read for anyone who has direct contact with target audiences.

Persuasive Communication (5th Edition) by Erwin P Bettinghaus and Michael J. Cody (1994, Harcourt Brace, ISBN0-03-055352) 
This is an introductory textbook in persuasive communication with a thorough overview of the psychological theories relevant to persuasion (e.g.., Message Learning Theory, Attribution Theory, Models of Belief Change, Theory of Reasoned Action, Information Integration Theory, and Social Judgment Theory). The text also covers the components (i.e., individual and group responses, structuring messages, and sender credibility) and  contexts (i.e., personal, social, conflict managemnet) of persuasion. This book is dry but informative reading and makes an excellent reference book (a "must have" for the unit library). 

Persuasion, Social Influence, and Compliance Gaining by Robert H. Gass and John S. Seiter. (1999, Allyn and Bacon, ISBN:0-205-26352-6)
This book covers much of the same material as the Bettinghaus and Cody text (above) but in a more readable format. Thus it is a better introduction to the material but is less useful as a reference book. This book also covers more practical questions relating to crafting persuasive appeals (aka PSYOP product development). This is a "must have" for students of PSYOP.

Propaganda and Persuasion (3d edition) by Garth S. Jowett and Victoria O'Donnell (1999, Sage Publications, ISBN: 0-7619-1147-2)
This book is a systematic examination of  propaganda, its historical use and its use in modern times. The authors propose a ten step process for analyzing propaganda campaigns and apply it to four case studies (the mobilization of women in WWII, the Gulf War, anti-smoking campaigns and the pharmaceutical industry's efforts to protect patents). Though the authors include a good deal of theory, their book is more of a historical overview of propaganda then a "how to" book.

Intermediate Texts: These texts go more deeply into academic areas relevant to psychological operations. I would recommend these books to anyone who either wants or is forced to think deeply about the theories behind psychological operations.

Attitudes and Persuasion: Classic and Contemporary Approaches by Richard E. Petty and John T Cacioppo. (1981, Westview Press, ISBN:0-8133-3005-X)
This is a seminal overview of research on persuasive communication. It is fairly readable but is focused on the research on different theories of persuasion as opposed to the application of the results of the research. Most of the theories in this book are laid out in the Bettinghaus and Cody text, but this book goes more into the research behind the theory (i.e., what's been done to test it).

Global Marketing and Advertising: Understanding Cultural Paradoxes by Marieke de Mooij (1998, Sage Publications, 0-8039-5970-2)
This book uses Geert Hofstede's Dimensions of Culture to get a handle on the problems of intercultural marketing. Though it is a "how to" book for global marketing, its theory based approach is abstract enough to limit its usefulness to beginning psyopers. This book, especially its section on Value Structure Maps, is a "must have" for people engaged in target audience analysis.

The Psychology of Attitude Change and Social Influence by Phillip G. Zimbardo and Michael R. Leippe (1991, McGraw-Hill, ISBN:0-07-072877-1)
This is an overview of the research on social influence and long term attitude change, i.e., the kind of enduring attitude change that we are trying to effect in places like Bosnia and Kosovo. The book is thus narrow and deep, but it is also quite readable. It will be most useful (bordering on "must have") for people involved in long term attitude change campaigns (e.g., drug demand reduction).

The Psychology of Attitudes by Alice H. Eagley and Shelly Chaiken. (1993, Harcourt Brace, ISBN: 015-5-00097-7)
This is a deep scholarly survey of the research on the psychology of attitudes. A book on psychology written by psychologists for other psychologists.

Social Marketing: Strategies for Changing Public Behavior by Phillip Kotler and Eduardo L. Roberto (1989, The Free Press, ISBN:0-02-918461-4)

Quelle: http://www.tsubragg.com/psyop/readings.htm

weitere Literatur: http://www.au.af.mil/au/aul/bibs/special/civpsy.htm#poboo

 

Senso - Linguistic Infiltration Programs (SLIP)

A believe commonly accepted is that if that if you are reasonably well informed and educated it is easy to fend off propaganda-attacks. On the contrary, it seems that if you cannot read you are less vulnerable to propaganda and intellectuals are the best targets of perception management, not only for their predictable worldviews but due to their implanted feeling of being immune. To read means to decode, to be infected by a virus.

Classic terminology distinguishes two fronts for the battle for human minds: the First Front of mass indoctrination through censorship and propaganda and a Second Front of individual mind control.

Huge interest is placed on creating an in-formed opinion, to form public opinion as a whole by a hypnotic web of "facts" with no apparent correspondence to reality. The routine of illusionists and perception management cognitive engineers.

Psychological Consolidation Activities by Committees on Public Information target the population in order to achieve a desired behavior which supports their objectives.

In covert or Subversive Propaganda and Black Operations the message is made believable by the fact that it appears to be coming from within the target population itself. Deep Propaganda and Subpropaganda are aimed at habits, customs, the definition of good and bad and the standards and norms of life.

Normative-Empathetic Warfare involves parsing value schemata of the target and creating situations where the value schemata are biased in favor of an action leading to the control of the victim or placeing it in a restricted position. Similarly a trap is a device that by design hides its function.

The non-lethal weapon industry focuses on low intensity conflict/war on nations and population segments in PSYCOP (Military Psychological Operation Unit) experiments of behavior modification.

The transcendence of the human condition in stylized relations, creates a desire to happily sacrifice for work, war and enforced leisure in exchange for a Weltanschauung, luring the bedazzled into the graceful existence of slavery, the self-centered freedom of marionettes, the eloquence of automatons.

Quellen: http://www.t0.or.at/0ntext/subprop.htm http://amsterdam.nettime.org/Lists-Archives/nettime-l-9705/msg00102.html

die Rolle von doublebinds bei "perception management" und "psyops"

in der Strategie zur Durchsetzung der Agrargentechnik sind Maßnahmen zu beobachten, die darauf abzielen, zu verwirren: so wird sowohl verbreitet, Gentechnik sein schon überall drin, als auch, daß Bioprodukte gesundheitsschädlich seien; möglicherweise gehören dazu der Nitrofen- und Hormonskandal um die belgische Entsorgungsfirma Bioland; die derzeitige Kennzeichnungsregelung führt dazu, daß es Produkte geben wird, die als GENfood gekennzeichnet sind, obwohl keine manipulierte DNA in ihnen zu erwarten ist (Zucker, Öle aus GvO) und gleichzeitig Produkte, die ungekennzeichnet als GvO-frei Gelten, obwohl sie manipulierte DNA enthalten.

Diese Strategie gehört zu den PSYOPS im Rahmen eines "perception management", wie sie im Golf- und Jugoslavienkrieg praktiziert, und spätestens seit 1998 auch in zivilen Konflikten in Zeiten de Nichtkriegs angewendet werden:

"Als Beispiel für eine effektive Information Operation nennt Michael L. Warsocki die Schaffung einer Situation, in der der Feind sich widersprechende Befehle erteilt und letztlich völlig verwirrt ist, sodass US-Truppen ein leichtes Spiel haben.  „The trick is to manage behavior through perception managment", charakterisiert Warsocki Information Operations. „We want to modify the enemy’s perception of the situation and change his behavior, to get into his decision cycle and influence it." Information Warfare wird in der Doktrin definiert als Information Operations, die in Zeiten von Krise oder Konflikt durchgeführt werden. Damit ist der Weg frei für Information Operations in Friedenszeiten, die dann nicht automatisch als Kriegführung angesehen werden müssen (s.u., obere Grafik). Somit wurden die Definitionen von Information Warfare und Information Operations von der Joint Vision 2010 zur Joint Doctrine for Information Operations verändert, als Oberbegriff wird jetzt Information Operations benutzt."
Quelle: Dirk Eckert, Theorie und Praxis der Information Warfare in den USA. Kölner Arbeitspapiere zur internationalen Politik Nr.1 2001, August 2001, S. 25 = http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/arbeitspapiere/infowar-eckert.pdf

Psyop-Ziel: Seitenwechsel

2.1.2.1 PSYOP

-        mittels Rundfunkdurchsagen und Flugblätter Kapitulations-Aufforderungen verbreiten
-        soll Widerstand feindlicher Truppen brechen
-        weitere PSYOP messages um einzelnen Soldaten zur Desertion, Sabotage oder Kapitulation zu bewegen
-        viele Kriegsgefangene erklärten, dass sie von US-PSYOP beeinflusst wurden.
-        Effektive Methode:
-        Soldaten überzeugen, dass die USA auf der "richtigen" Seite steht
-        Gute Behandlung zusichern
-        Instruktionen Wie, Wo, Wann ergeben
-        Geschichte zeigt: Anzahl Kapitulationen und Desertionen steigt nicht im gleichen Maß wie Qualität und Anzahl amerikanischer PSYOP's

2.1.2.2 Angriffe auf feindliche Truppen

-         Erzielen größten psychologischen Effekt

-         vergleichende Studie über psychologische Beeinflussung im Korea- Vietnam- und Golfkrieg zeigt drei Bedingungen um Kampfbereitschaft in hohen Maße zu senken:

 -         Truppen erleiden viele Niederlagen

-         Luft- oder Artillerieangriffe über einen Zeitraum von mehreren Wochen

-         Truppen sind von der Versorgung abgeschnitten (Nahrungsmittelknappheit)

-         Im Koreakrieg gab es eine hohe Anzahl von Kapitulationen feindlicher Truppen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten:

-         im Herbst 1950, der Rückschlag Nord-Koreanischer Truppen

-         im Frühjahr 1951, der Rückschlag chinesischer Truppen

-         Bei beiden Ereignissen waren die Truppen über längere Zeit auf dem Vormarsch

-         Auch im Golfkrieg trugen die 38 Tage intensiver Luftangriffe dazu bei, den Kampfgeist irakischer Truppen zu senken

-         Ca 160.000 Irakische Soldaten (ca 40%) desertierten

-         Viele der Verbliebenen erklärten nach Kriegsende, dass sie Vorbereitungen zur Flucht getroffen hatten

-         Jegliche Kampfbereitschaft fehlte: von 62.000 irakischen Kriegsgefangenen brauchten nur 640 medizinische Hilfe

        Im Gegensatz dazu der Vietnamkrieg

-         Feindliche Truppen waren selten anhaltenden Luft- oder Artillerieangriffen ausgesetzt

-         Die meisten Truppen der Viet Cong und Nordvietnamesischen Armee waren nur ein paar mal im Jahr in Kämpfe verwickelt

-         Viet Cong und die Nordvietnamesische Armee konnten sich nach Auseinandersetzungen in sichere Gebiete(Regenwald) zurückziehen

-         Verwundungen konnten auskuriert und die Moral wiederhergestellt werden

-       Aufgrund dessen konnten Amerikanische und Südvietnamesische Truppen niemals einen Bruch der feindlichen Moral verursachen

Quelle: Robert Wolfram, Robert.Wolfram@web.de, Juli 2002 Möglichkeiten und Instrumente der psychologischen Kriegsführung = http://www-gs.informatik.tu-cottbus.de/~wwwgs/ea_th14a.htm

 

PSYOP-Bilder aus US-Kriegen

 

"This illustrated Gulf War PSYOP leaflet portrays a lone Iraqi soldier surrounded by tanks. The message is clear: "We have you surrounded, You are out numbered and out gunned"
Quelle: http://www.psywarrior.com/gulf6.html

Links zu diversen Quellen und PSYOP-leaflets aus den meisten US-Kriegen: http://www.psywarrior.com/links.html

 

perception management" bei Burson Marsteller

Japan: http://www.b-m.co.jp/e-pmarea.htm

 

"perception management" -   jenseits von Burson Marsteller?:

PR-Glossar: Willkommen beim PR-Glossar des Ahrens&Behrent Agenturnetzwerks

"Biosischerheit.de" : http://www.biosicherheit.de/home/27.doku.html (Kommunikationsmanagement)

"public perception management"

Ahrens & Behrend: http://www.a-b.de/

Peter Buetikofer & Company Public Relations & Perception Management: In neuem Fenster anzeigen.http://www.buetikofer.ch/

http://carlisle-www.army.mil/usawc/Parameters/96winter/thomas.htm

 

Kritische Seiten:

CIA & Perception Management:

disinformation(r): http://www.disinfo.com/pages/dossier/id248/pg1.html

antifa-Infos: http://www.tao.ca/ainfos/A-Infos96/8/0164.html

http://www.consortiumnews.com/archive/lost12.html

http://www.iwar.org.uk/psyops/resources/usaf/student/97-0363.pdf

http://www.bannerofliberty.com/OS10-00HL/10-16-2000.4.html

 

Entdifferenzierende Begriffe (Beispieltexte):

Schwellenwert: http://www.biosicherheit.de/aktuell/114.doku.html

Krisenbewältigung:

Krisenplan - umfassend und kompetent erklärt im Ahrens & Behrent PR-Glossar

Vergötterung:

Forum Kultur - Mechthild Müser: Der Markt - ein Gott? - Radio Bremen 2

 

 

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