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Mythos Gentechnik


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letzte Änderung 19.01.03 Die Seite dient vorerst einer Arbeitsgruppe als Zettelkasten

Material

Das Strategiepapier von Burson & Marsteller

Peter Sloterdijk: Regeln für den Menschenpark

 

Sammlung "mythischer Strukturen"

Mythos ist ein Geflecht von Geschichten, die den menschen die Zusammenhänge der Welt, die sie vorfinden meist als von Göttern gestiftete Ordnung erklären. Mythos reduziert dabei die Komplexität der Weltzusammenhänge auf ein faßbares Maß (Niklas Luhmann). Wahrscheinlich sind sowohl die jahrhundertelange mündliche Überlieferung der Geschichten als auch das heute noch andauernde Interesse an ihnen dadurch zu erklären, daß sie von schmerzhaften Konflikten entlasten, die eine Kultur bei der Mehrheit ihrer Mitglieder erzeugt.

Beispiele:

(A) Die Hypothese, psychische Krankheiten wie Schizophrenie oder Charaktermerkmale wie Agressivität seien gentetisch bedingt, wird gerne geglaubt, weil sie z.B. Eltern davon entlastet, ihr spezifischer Umgang mit einem inzwischen agressiven oder psychisch gestörten Nachkommen sei ursächlich. Diese Hypothese wird kollektiv besonders gerne geglaubt, wenn sich Gewalt bis hin zur Bestialität ausbreitet. Sie entlastet dann das Kollektiv von der Verantwortung für diese Entwicklung und von der gigantischen kollektiven Anstrengung, sie durch Änderung seiner Wertorientierungen, Normen und Lebensweisen zu stoppen. Schon die Suche nach Aggressions- und Schizophrenie-Genen gehört einem neuen Mythos an, der sich zur Entlastung von der Verantwortung für die  Eskalation der Bestialität im vergangen Jahrhundert und die gegenwärtige Ausbreitung von Gewalt bei immer jüngeren "Männern", von Nähe vermeidenden, morbiden, destruktiven sexuellen Perversionen zu entwickeln scheint.

(B) Auch die Bemühungen Erbinformationen von Bakterien zum Zweck des Abbaus von Altlasten zu manipulieren - oder von Pflanzen für die Suche nach Landminen oder die Steigerung der Resistenz gegen Pflanzenvernichtungsmittel und Umweltstreß, entlastet von der Verantwortung für die Folgen von Altlasten, Landminen, Umweltschäden und die Produktion destruktiver Stoffe überhaupt. Auch hier wird von der Anstrengung entlastet, die gewohnten Wege wegen ihrer bedrohlichen Folgen aufgeben und umkehren zu müssen.

 

Sammlung "unwahrer Behauptungen" zu

Gentechnik allgemein     Agrargentechnik    Gentechnik in der Medizin

Mythos ist das Ganze, eine einzelne Mythe ist ein Teil des Mythos - z.B. die Gründungsmythen, die verklärend und in phantastischen Geschehem vom Beginn der gerade geltenden Ordnung erzählen. Während die Inhalte des Ganzen unter der phantastischen Oberfläche oftmals verborgene, noch heute nachvollziehbaren Wahrheiten enthalten (s. z.B. der Daedalus-Mythos), entfernen sich die einzelnen Teile extrem von dem, was heute als Realität angesehen wird (z.B. die einzelnen Episoden des Daedalus-Mythos oder deren Elemente). Deshalb hat der Begriff "Mythen" den Beigeschmack von "unwahren Behauptungen", der ihn in Opposition zu "verifizierten Hypothesen" der "aufklärenden Wissenschaft" stellt.

Beispiele für Mythen der Gentechnik:

"Aggression kann gentechnisch vermindert werden"

"Schizophrenie kann gentechnisch geheilt werden"
"Gentechnik beseitigt den Hunger in der Welt"

Links:

Bündnis90/Die Grünen Nürnberg: Fehlinformationen

Material bei Greenpeace: Gentechnik - 12 Fragen und Antworten.

 

Literatur

Zum Mythos Gentechnik

Christine von Weizsäcker: mythosgen.html

Regine Kollek

Chargaff

Peter Sloterdijk: Regeln für den Menschenpark

Zur Theorie von Mythos, Aufklärung und Destruktivität

Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung
Niklas Luhmann: (zu Mythos als Reduktion von Komplexität)

Erich Fromm: Anatomie der menschlichen Destruktivität

 

Lebenswissen - Das Jahr der Lebenswissenschaften   ....     ?

"Der entschlüsselte Mensch: Beginnt ein neues Zeitalter?" Mit einer Podiumsveranstaltung diesen Titels eröffnete Frau Bulmahn das "Jahr der Lebenswissenschaft". Beschreitet sie damit den Weg zu einem neuen Gründungsmythos?

 

 

Bisherige eigene Wege durch den Mythos Gentechnik:

 

#Griechische Mythen zu Technikmißbrauch und ihren psychischen Wurzeln

Die griechischen Mythen vom Erfinder Daedalus und Hephaistos, dem Gott der Schmiede,, die um 1300 v.u.Z. entstanden, zeige bereits, daß Vernunft in der Versklavung durch Allmachts-/Überlegenheitsgier zu instrumenteller Vernünftelei verkommt und Destruktivität verbreitet statt dem Leben zu dienen. In Gentechnik kehrt dieser Mythos wieder.

Visualisierungsvorschlag für den Auftakt eines permanenten #Standes zum Thema "Gentechnik - vom Kult der Gewalt zur Kultur des Friedens".

 

Akzeptanzbeschaffung als Herrschaftstechnik

An konkreten Beispielen wird dargestellt wie die Empfehlungen von Burson Marsteller von den europäischen GenTech- und Saatgutkonzernen umgesetzt wurden. Herausgearbeitet wird dabei die systematische Manipulation der Wahrnehmung durch Mißbrauch verbreiteter Almmachts-/Überlegenheitsbedürfnisse.

Grundlage eines Visualisierungsvorschlages für das "Finale" eines permanenten#Standes zum Thema "Gentechnik - vom Kult der Gewalt zur Kultur des Friedens".

 

Landschaftspflege

2 Folien zu den Empfehlungen von Burson Marsteller und den Umsetzungserfolgen in Politik und Recht

 

#Lichtscheue Lichtbringer

2 Folien zu den Anstrengungen der Gentech-Konzerne, sich mit # Namen und Logos in heiligem Schein als Lichtbringer erstrahlen zu lassen und der Frage, ob bei diesem lichtscheuen Treiben nicht eher #Luzifer ans Tageslicht kommt..  

 

#Die elf Gebote des achten Tags der Schöpfung

Plakatserie. Der "Bugginger Bürgerinitiative gegen den Anbau genmanipulierter Pflanzen" wurde 1997 kurzfristig ein Stand auf dem Kirchentag in Leipzig angeboten. Dafür wurde die Plakatserie ebenso kurzfristig produziert. Sie wurde erneut auf dem krichentag 1999 in Stuggart präsentiert und ist für den kirchentag 2001 in Frankfurt angefragt.

 

Glossen

Monsanto im Schafspelz heiligen Scheins

Monsanto's striptease .... oder: roundup Monsanto!

Aventis (alias Hoechst, Rhône-Poulenc) - Advent, Advent? Oder das Volk als Risikokapital?

Das stete Tröpfchen,

das selbst den

heißen Stein

zum Fasse

höhlt

und

-bald -
zum
Überlaufen

bringt

Mythen der Gentechnik

1. Gentechnik erfüllt den göttlichen Auftrag, der Mensch solle sich die Erde untertan machen.

2. Gentechnik vollendet die Gottesebenbildlichkeit des Menschen.

Mythen der Gentechnik in der Medizin

1. Psychische Erkrankungen wie Schizophrenie sind genetisch determiniert

2. Charaktereigenschaften wie Agressivität sind genetisch determiniert

3. Die meisten und häufigsten Erbkrankheiten sind monogenetisch.

4. Gentechnische Veränderung von Tieren wird

a) den Mangel an Organen für Transplantationen (Xenotransplantationen) beheben;

b) die Produktion von Wirkstoffen in unbegrenzter Menge zu niedrigsten Preisen ermöglichen (GenePharming).

5. Gentechnik in der Medizin wird Wohlergehen und Lebensfreude der Menschen steigern

6. Gentechnik wird die Lebenserwartung der Menschen steigern.

Mythen der Agrargentechnik

1. Agrar-Gentechnik ist Biotechnik und seit Jahrtausenden bewährt.

2. Agrar-Gentechnik greift wie schon Ackerbau, Domestikation und Züchtung in Natur und Evolution ein.

3. Agrar-Gentechnik

a) hat keine anderen Risiken als herkömmliche Züchtung von Pflanzen und Tieren;

b) ist genauer als herkömmliche Züchtung von Pflanzen und Tieren.

4. Agrar-Gentechnik ist "grüne Gentechnik",

a) weil sie umweltschonende Agrar-Techniken ermöglicht;

b) weil sie den Einsatz von Agrarchemie senkt (Dünger, Pflanzenschutz, Tier-Medikamente).

5. Agrar-Gentechnik ermöglicht weniger gefährliche / bessere Landwirtschaftlische Erzeugnisse als integrierter, ökologischer und biologischer Landbau, weil Nutzpflanzen und Tiere

a) von problematischen Stoffen befreit werden können (Toxine, Allergene)

b) zur Produktion gesundheitsfördernder Stoffe umgebaut werden können (functional food, GenePharming)

c) für hygienischere Produktionsweisen optimiert werden können.

6. Agrar-Gentechnik schafft intelligente, dauerhafte und zukunftsfähige Problemlösungen, wie z.B.

a) Herbizidresistenz

b) Insektenresistenz

c) Krankheitsresistenzen (... ebenfalls Problem der Immunisierung von Erregern)

7. Agrar-Gentechnik wird

a) das (bestehende) Problem des Hungers lösen

b) die Zukunft der Menschheit von Hunger befreien

8. Agrar-Gentechnik wird die Entwicklung der Agrarkultur in den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas fördern durch

a) die Lieferung von verbessertem Saatgut (Herbizid-, Insekten-, Krankheits- und Streßresistenzen s. o. 5.)

b) die kostenlose Überlassung von Genkonstrukten für eigene F&E-Projekte

c) die Optimierung lokaler Nutzpflanzen

d) die Nutzung bisher ungenutzter genetischer Ressourcen.

9. Agragentechnik hilft den Landwirten - auch der Industriekulturen, weil sie

a) Arbeits- und Mitteleinsatz senkt;

b) Erträge sichert und steigert;

d) die Wettbewerbsfähigkeit steigert;

c) neue Märkte erschließt (Surrogate, GenePharming, Xenotransplantation);

e) Einkommen verbessert;

f) die Existenz sichert.

10. Über Agrar-Gentechnik werden Landwirte und Verbraucher sachlich informiert (s. Akzeptanzbeschaffung als Herrschaftstechnik).

10.000 Jahre BiotechnologieLandschaft 8.000 v. Chr
6.000 v. Chr. Bier
Brot 3.000 v. Chr.
1.000 v. Chr. Käse
Beakterienkulturen 1683
Leeuwenhoek
baute das erste Mikroskop und untersuchte Bakterien.
1972
Gentechnik
DNS im Reagenzglas
Warenkorb 2.000 n. Chr.

Stationen der Biotechnologie

pfeil.gif (140 bytes) Zufallsergebnisse

pfeil.gif (140 bytes) Entdeckung der Mikroorganismen

pfeil.gif (140 bytes) Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen

pfeil.gif (140 bytes) Direkte Veränderung der Erbanlagen

dank Gentechnik: fast schon das Füllhorn der Fortuna?