Material
Das
Strategiepapier von Burson & Marsteller
Peter Sloterdijk: Regeln für den
Menschenpark
Sammlung "mythischer Strukturen"
Mythos ist ein Geflecht von Geschichten, die den menschen die
Zusammenhänge der Welt, die sie vorfinden meist als von Göttern gestiftete Ordnung
erklären. Mythos reduziert dabei die Komplexität der Weltzusammenhänge auf ein
faßbares Maß (Niklas Luhmann). Wahrscheinlich sind sowohl die jahrhundertelange
mündliche Überlieferung der Geschichten als auch das heute noch andauernde Interesse an
ihnen dadurch zu erklären, daß sie von schmerzhaften Konflikten entlasten, die eine
Kultur bei der Mehrheit ihrer Mitglieder erzeugt.
Beispiele:
(A) Die Hypothese, psychische Krankheiten wie Schizophrenie oder
Charaktermerkmale wie Agressivität seien gentetisch bedingt, wird gerne geglaubt, weil
sie z.B. Eltern davon entlastet, ihr spezifischer Umgang mit einem inzwischen agressiven
oder psychisch gestörten Nachkommen sei ursächlich. Diese Hypothese wird kollektiv
besonders gerne geglaubt, wenn sich Gewalt bis hin zur Bestialität ausbreitet. Sie
entlastet dann das Kollektiv von der Verantwortung für diese Entwicklung und von der
gigantischen kollektiven Anstrengung, sie durch Änderung seiner Wertorientierungen,
Normen und Lebensweisen zu stoppen. Schon die Suche nach Aggressions- und
Schizophrenie-Genen gehört einem neuen Mythos an, der sich zur Entlastung von der
Verantwortung für die Eskalation der Bestialität im vergangen Jahrhundert und die
gegenwärtige Ausbreitung von Gewalt bei immer jüngeren "Männern", von Nähe
vermeidenden, morbiden, destruktiven sexuellen Perversionen zu entwickeln scheint.
(B) Auch die Bemühungen Erbinformationen von Bakterien zum Zweck des
Abbaus von Altlasten zu manipulieren - oder von Pflanzen für die Suche nach Landminen
oder die Steigerung der Resistenz gegen Pflanzenvernichtungsmittel und Umweltstreß,
entlastet von der Verantwortung für die Folgen von Altlasten, Landminen, Umweltschäden
und die Produktion destruktiver Stoffe überhaupt. Auch hier wird von der Anstrengung
entlastet, die gewohnten Wege wegen ihrer bedrohlichen Folgen aufgeben und umkehren zu
müssen.
Sammlung "unwahrer Behauptungen" zu
Gentechnik allgemein
Agrargentechnik Gentechnik in der Medizin
Mythos ist das Ganze, eine einzelne Mythe ist ein Teil des Mythos -
z.B. die Gründungsmythen, die verklärend und in phantastischen Geschehem vom Beginn der
gerade geltenden Ordnung erzählen. Während die Inhalte des Ganzen unter der
phantastischen Oberfläche oftmals verborgene, noch heute nachvollziehbaren Wahrheiten
enthalten (s. z.B. der Daedalus-Mythos), entfernen sich die einzelnen Teile extrem von
dem, was heute als Realität angesehen wird (z.B. die einzelnen Episoden des
Daedalus-Mythos oder deren Elemente). Deshalb hat der Begriff "Mythen" den
Beigeschmack von "unwahren Behauptungen", der ihn in Opposition zu
"verifizierten Hypothesen" der "aufklärenden Wissenschaft" stellt.
Beispiele für Mythen der Gentechnik:
"Aggression kann gentechnisch vermindert werden"
"Schizophrenie kann gentechnisch geheilt werden"
"Gentechnik beseitigt den Hunger in der Welt"
Links:
Bündnis90/Die Grünen Nürnberg: Fehlinformationen
Material bei Greenpeace: Gentechnik - 12 Fragen und
Antworten.
Literatur
Zum Mythos Gentechnik
Christine von Weizsäcker: mythosgen.html
Regine Kollek
Chargaff
Peter Sloterdijk: Regeln für den
Menschenpark
Zur Theorie von Mythos, Aufklärung und Destruktivität
Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung
Niklas Luhmann: (zu Mythos als Reduktion von Komplexität)
Erich Fromm: Anatomie der menschlichen Destruktivität
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"Der entschlüsselte Mensch: Beginnt ein neues Zeitalter?"
Mit einer Podiumsveranstaltung diesen Titels eröffnete Frau Bulmahn das "Jahr der
Lebenswissenschaft". Beschreitet sie damit den Weg
zu einem neuen Gründungsmythos?
Bisherige eigene Wege durch den Mythos Gentechnik:
#Griechische Mythen zu Technikmißbrauch und ihren
psychischen Wurzeln
Die griechischen Mythen vom Erfinder Daedalus und Hephaistos, dem Gott
der Schmiede,, die um 1300 v.u.Z. entstanden, zeige bereits, daß Vernunft in der
Versklavung durch Allmachts-/Überlegenheitsgier zu instrumenteller Vernünftelei verkommt
und Destruktivität verbreitet statt dem Leben zu dienen. In Gentechnik kehrt dieser
Mythos wieder.
Visualisierungsvorschlag für den Auftakt eines permanenten #Standes zum Thema "Gentechnik - vom Kult
der Gewalt zur Kultur des Friedens".
Akzeptanzbeschaffung
als Herrschaftstechnik
An konkreten Beispielen wird dargestellt wie die Empfehlungen von
Burson Marsteller von den europäischen GenTech- und Saatgutkonzernen umgesetzt wurden.
Herausgearbeitet wird dabei die systematische Manipulation der Wahrnehmung durch
Mißbrauch verbreiteter Almmachts-/Überlegenheitsbedürfnisse.
Grundlage eines Visualisierungsvorschlages für das "Finale"
eines permanenten#Standes zum Thema
"Gentechnik - vom Kult der Gewalt zur Kultur des Friedens".
Landschaftspflege
2 Folien zu den Empfehlungen von Burson Marsteller
und den Umsetzungserfolgen in
Politik und Recht
#Lichtscheue
Lichtbringer
2 Folien zu den Anstrengungen der Gentech-Konzerne, sich mit # Namen und Logos in heiligem Schein
als Lichtbringer erstrahlen zu lassen und der Frage, ob bei diesem lichtscheuen Treiben
nicht eher #Luzifer ans Tageslicht
kommt..
#Die elf
Gebote des achten Tags der Schöpfung
Plakatserie. Der "Bugginger Bürgerinitiative gegen den Anbau
genmanipulierter Pflanzen" wurde 1997 kurzfristig ein Stand auf dem Kirchentag in
Leipzig angeboten. Dafür wurde die Plakatserie ebenso kurzfristig produziert. Sie wurde
erneut auf dem krichentag 1999 in Stuggart präsentiert und ist für den kirchentag 2001
in Frankfurt angefragt.
Glossen
Monsanto
im Schafspelz heiligen Scheins
Monsanto's striptease
.... oder: roundup Monsanto!
Aventis
(alias Hoechst, Rhône-Poulenc) - Advent, Advent? Oder das Volk als Risikokapital? |