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München 2003: ökom-verlag, 155 S. 15 Euro,
ISBN 3-936581-01-0

erhältlich bei:

1) Demeterhof Hiß, Chistian und Andrea Hiß,
Hauptstr. 140, 79356 Eichstetten,
Tel. 07663 / 45 73, Fax 07663 / 99 546,
Mail: info@demeterhof-hiss.de Site:www.demeterhof-hiss.de http://www.demeterhof.de/der_genaue_blick.html

2) Menon-Verlag, Hauptstraße 59, 69117 Heidelberg
Fax (06221) 21640
eMail: menon-verlag@hardenberginstitut.de
www.hardenbergistitut.de

3)Buchhandel

3) Oekom-Veralg www.oekom.de

4) pan-adress, ökom Leserservice,
Semmelweisstraße 8, 82152 Planegg,
Fon: ++49/89/85 709-155, Fax: ++49/89/85 709-131

Prüfsteine zur Gentechnik

Was ist "grün" an der angeblich
"grünen" Gentechnik

„Es wäre naiv zu glauben, man könne diese Entwicklung rückgängig machen", kommentiert Landwirtschaftsministerin Renate Künast die Entwicklung der Gentechnologie. In Europa sind die ersten genmanipulierten Nahrungsmittel seit 1996 auf dem Markt: Soja- und Maisprodukte. Über die Zulässigkeit wird jedoch derzeit fast ausschließlich in Expertengremien und kaum in der eher verunsicherten Öffentlichkeit diskutiert. Dabei geht es bei diesem komplexen Thema nicht nur um naturwissenschaftliche und rechtliche Fakten, sondern auch um ethische Fragen. Um die Urteilsfähigkeit des Einzelnen zu schärfen, ist eine fundierte Aufklärung unerlässlich.

Die Publikation "Der GENaue Blick" nimmt daher die grüne Gentechnik genau unter die Lupe: Zehn Autoren aus unterschiedlichen Wissens- und Arbeitsgebieten bieten dem Leser gebündelt Fakten und Grundlagen zur Urteilsbildung an. Der Molekularbiologe Michel Haring verschafft dem Leser beispielsweise einen Überblick über die Geschichte der Pflanzenzüchtung, angefangen von den ersten Nahrungspflanzen unserer frühen Vorfahren über die Hybridzüchtung bis hin zur Genmanipulation. Er beschreibt den Gedankengang der hinter der technischen Veränderung der Erbanlagen steht.

Um den Verbraucher von genmanipulierten Nahrungsmitteln zu überzeugen, wenden die so genannten Agro-Chemiekonzerne psychologische Tricks an. Dazu untersucht Gernot Hofmann, Betriebswirt und Psychohistoriker, die Methoden von Burson Marsteller, einer amerikanischen Werbeagentur, die von europäischen Gentech-Firmen beauftragt wurde, Gentechnik im öffentlichen Blick positiv darzustellen.

Bernd Nilles von Misereor berichtet vom „Run“ auf biologische und genetische Ressourcen. Er beschreibt, wie durch das internationale Patentrecht die wirtschaftliche Kontrolle über natürliche Ressourcen in die Hände weniger Unternehmen und Forschungsinstitute fällt.

Von der praktischen Landwirtschaft kommend erhebt der Herausgeber und Gärtner Christian Hiß mit seinem Buch den Anspruch, den Lesern das notwendige Handwerkszeug für eine Urteilsbildung mit auf den Weg zu geben. Dabei wird der Leser aufgefordert nicht nur mit dem Verstand des Ökonomen, Wissenschaftlers oder Juristen zu urteilen, sondern auch als logisch denkender, sensibel empfindender und moralisch handelnder Mensch.

http://www.demeterhof.de/der_genaue_blick.html