letzte Aktualisierung 22.09.00

Blomberg: Besonderheiten

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Während der Antrag behandelt wurde, wurde bekannt, daß ein Landwirt mit Aventis eine Freisetzung von GenRaps plant.

Die Publizität des Antrages ermöglichte, den Landwirt in eine öffentliche Diskussion zu ziehen. Die europaweite Ablehnung der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln durch die Bevölkerung wurde vor Ort durch die Annahme des Antrags und durch eine mutige öffentliche Stellungnahme eines Pfarrers betont. Dies stellt für einen freisetzenden Landwirt immer eine erhebliche psychosoziale Belastung dar.

In dieser Situation gelang es den Antragstellern (s. Ansprechpartner in Blomberg) örtliche Bio-Landwirte, Bio- und Neuformläden, eine Pfarrerin und die Betreiber einer örtlichen Mühle für die Gründung eines örtlichen   "Aktionsbündnisses für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel" zu gewinnen. Dieses Bündnis konnte dem freisetzenden Landwirt eine Alternative zur Freisetzung von GenRaps anbieten: Roggenanbau für das Aktionsbündnis und dessen örtliche Verarbeitung und Vermarktung bei Ausgleich eventueller Einnahmendefizite gegenüber der GenRaps-Freisetzung.

Das hat dem Landwirt aus einem wachsenden Konflikt geholfen: der Landwirt hat öffentlich erklärt, auf die Freisetzung zu verzichten.

Das Aktionsbündnis bemüht sich, Landwirten die Genmanipulationen freisetzen wollen, ein besserer Partner zu sein als der jeweilige Gentechnikkonzern. Dies ist sehr wichtig, da aufgrund der bedauerlichen (Un-)Rechtslage aufgegebene Freisetzungen anderenfalls   jederzeit heimlich durch eine kurzfristig Nachgemeldete auf anderen Flächen des gleichen Landwirts ersetzt werden können.

Das Aktionsbündnis beabsichtigt, nach der Sommerpause dieses Problem durch eine vertragliche Bindung des Landwirts in einem Kooperationsvertrag anzugehen.

 

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