letzte Aktualisierung 14.09.00

Blomberg: Presseecho

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20.07.2000 LZ: Endgültig: Verzicht auf Genraps - Aktionsbündnis dankt mit Blumen

18.07.2000 LZ: Genraps: Aussaat in Istrup sicher - Blomberger gründen Aktionsbündnis

04.07.2000 LZ: Genraps: Landwirt denkt an Verzicht - Grüne schreiben offenen Brief (Original)

30.06.2000 BA: Transgener Raps auf einem Feld in Istrup (von Pastor Hermann Donay)

17.06.2000 LZ: Neben dem Raps wächst Angst - Hauptausschußmehrheit setzt ein Zeichen gegen Genmanipulation (Original)

14.06.2000 LZ: Genraps: Grüne laden Fachfrau ein (Original)

10.06.2000 LZ: Sachverständiger erhält Rederecht (Original)

03.06.2000 LZ: Transgener Winterraps "nichts Illegales" (Original)

31.05.2000 LA: Forderung der Blomberger Grünen: Keine Gentechnik auf kommunalen Flächen

 

LZ vom Donnerstag, 20.07.00:

Endgültig: Verzicht auf Genraps

Aktionsbündnis dankt mit Blumen

Blomberg (sb). Auf dem Istruper Feld des Landwirtes Lanwermann wird im nächsten Monat nun doch kein genmanipulierter Winterraps ausgesät.

Mit einem Blumenstrauß "bewaffnet" bedankten sich Vertreter des neugegründeten "Aktionsbündnisses für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel" bei dem Istruper Landwirt. Sprecherin Ursel Rosenhäger: "Herr Lanwermann hat uns gegenüber versichert, dass er kein Interesse mehr an der Aussaat des transgenen Winterrapses hat."

Trotz dieser für das Aktionsbündnis erfreulichen Entwicklung werden die Aktivitäten weiter gehen, versicherten Rosenhäger und Hans-Ulrich Arnecke. Geplant ist eine Informationsveranstaltung zu den Risiken von Gentechnik im Herbst. Schließlich sei ja nicht auszuschließen, dass im nächsten Jahr wieder jemand auf die Idee komme, genmanipuliertes Saatgut freizusetzen, so Rosenhäger.

Während der betroffene Landwirt gestern nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung stand, bestätigte Aventis-Sprecher Wilhelm Glameyer, dass sein Unternehmen in diesem Jahr auf die Aussaat in Istrup verzichten werde. Zwar bestünde mit Lanwermann nach wie vor eine Nutzungsvereinbarung, jedoch gebe es zwischen Aventis und dem zuständigen Landesumweltministerium eine Meinungsverschiedenheit. Strittig ist, ob während des Freilandversuches große Flächen um das betroffene Feld brach liegen müssen oder nicht.

Da dies für sein Unternehmen von genereller Bedeutung sei, solle zunächst eine richterliche Entscheidung abgewartet werden, so Glameyer. Der Versuch werde jedoch in einem anderen Bundesland durchgeführt.

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LZ vom Dienstag, 18.07.00:

Genraps: Aussaat in Istrup sicher

Blomberger gründen Aktionsbündnis

Blomberg (sb). Blomberger Bürger wehren sich gegen das Vorhaben der Firma Aventis, auf einer Fläche in Istrup genmanipulierten Winterraps auszusäen. Sie gründeten jetzt ein "Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel".

Gründer des Aktionsbündnisses sind neben den Fraktionsvorsitzenden im Blomberger Rat, Hans-Ulrich Arnecke (Grüne) und Günter Simon (Freie Bürger) auch die Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde, Ursel Rosenhäger, sowie die Bioland-Landwirte Lödige und Allhoff-Cramer und andere Bürger.

Rosenhäger äußerte im Gespräch mit der LZ ethische und theologische Bedenken gegen die Aussaat. Die Menschen dürften nicht alles nur zu ihrem eigenen Nutzen und auf wirtschaftlichen Gewinn ausrichten, so die Pastorin: "Genetisch veränderte Pflanzen können wir nicht verantworten, weil wir mit ihrer Freisetzung nicht wissen, was wir da tun." Ziel des Aktionsbündnisses sei es, möglichst viele Bürger zu motivieren, sich gegen genmanipulierte Lebensmittel zu stellen, so Arnecke. Das Aktionsbündnis plant Ende Juli eine Diskussionsveranstaltung.

Unterdessen hat Aventis-Sprecher Wilhelm Glameyer auf Anfrage bestätigt, dass sich sein Unternehmen mit dem Istruper Landwirt Lanwermann geeinigt habe: "Das Verfahren ist so weit vorbereitet, dass der Standort zur Aussaat 2000 genutzt werden kann", so Glameyer. Formal muss nun noch das Robert-Koch-Institut in Berlin der Nachmeldung zustimmen und das Landesministerium sowie eventuell die Kommune informieren. Sollte es keine "sicherheitsrelevanten Argumente" gegen den Freiland-Versuch geben, könne mit der Aussaat Mitte August begonnen werden. Den Argumenten der Gegner, die die "unabsehbaren Folgen dieser Eingriffe in die Natur" anmahnen und Gefahren durch Auskreuzungen befürchten, sieht Glameyer gelassen entgegen: "Das sind rein emotionale Gründe, die bei den Behörden zwar zur Kenntnis genommen werden, aber nicht zu einer Ablehnung führen werden", glaubt er.

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LZ vom Dienstag, 04.07.00:

Genraps: Landwirt denkt an Verzicht

Grüne schreiben offenen Brief

Blomberg-Istrup (an). Noch ist nicht sicher, ob überhaupt genmanipulierter Winterraps auf Istruper Feldern ausgesät wird. Das erfuhr die LZ gestern im Gespräch mit dem Landbesitzer, mit dem die Firma Aventis ins Geschäft kommen wollte (die LZ berichtete). Die Blomberger Grünen haben sich derweil mit einem offenen Brief an den Landwirt gewandt.

Der Reihe nach: Wie berichtet, hatte sich der Hauptausschuss Mitte Juni mit dem Thema auseinandergesetzt und dazu sowohl eine Expertin aus dem Gegnerlager als auch einen Vertreter der Firma Aventis gehört. Zurück blieb eine erhebliche Verunsicherung der Politiker und der Beschluss, zumindest auf den stadteigenen Flächen die Aussaat von genmanipuliertem Saatgut zu verbieten, bis die Unbedenklichkeit solcher Versuche nachgewiesen ist.

Das betraf den Istruper Landwirt nicht, der auf seinem eigenen Flächen auch sein eigener Herr ist und damit machen kann, was er will – solange die Aufsichtsbehörden den Versuch an sich genehmigt haben. Dies nahmen die Grünen zum Anlass, in dem offenen Brief zumindest an den Istruper zu appellieren, damit er seinen Vertrag mit der Firma Aventis sofort kündige. "Freilandversuche beinhalten das Risiko einer unkontrollierten Freisetzung der Pollen dieser gentechnisch veränderten Pflanze. Ein Schutzstreifen ist wirkungslos, da bei Raps der Pollenflug bis 4,5 Kilometer wissenschaftlich nachgewiesen ist ... Handeln Sie bitte, bevor erstmalig in Blomberg gentechnisch veränderte Pflanzen sich ausbreiten können. In Fragen der Gentechnik muss stärker als in anderen Bereichen gelten: 'Gemeinnutz geht vor Eigennutz'", schreiben die Grünen.

Ob der Versuch tatsächlich so gefährlich ist, wie die Kritiker vermuten, vermag der Landwirt nicht zu sagen, wie er gestern im Gespräch mit der LZ betonte. "Aber ich denke, an dieser Entwicklung werden wir auch in Deutschland nicht vorbeikommen", meint er, "ich weiß nur nicht, ob ich das noch erleben werde".

Er sei jedoch nicht darauf aus, den Versuch durchzuziehen und sich gegen das ganze Dorf zu stellen. Reichtümer seien ohnehin nicht damit zu verdienen, die Firma zahle lediglich die normale Pacht und den Ausfall des Gewinnes, den die Flächen im Versuchsjahr abgeworfen hätten.

Möglicherweise verzichte er auch ganz auf den Versuch: In den Auflagen sei vorgeschrieben, dass rund um das betroffene Feld große Flächen während des Versuches brach liegen müssten. "Vielleicht machen wir das auch gar nicht mit".

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LZ vom Samstag, 17.06.00:

Neben dem Raps wächst Angst

Blomberg (an). Die Unwissenheit ist groß. Die Ratlosigkeit auch. Am Ende gingen die Mitglieder des Hauptausschusses auf Nummer sicher: Sie folgten dem Antrag der Grünen, dass die Stadt Blomberg künftig Neupächtern verbieten solle, genmanipuliertes Saatgut auf städtische Flächen auszubringen. Jedenfalls so lange, bis sich die Genmanipulation als unbedenklich entpuppt hat.

Entzündet hatte sich die ganze Sache am Plan des Konzerns Aventis, den Acker eines Istruper Landwirtes zur Versuchsfläche für gentechnisch manipulierten Winterraps zu nutzen. Rechtlich lässt sich nichts dagegen sagen: Der Versuch ist genehmigt, und der Landwirt kann mit seiner Fläche machen, was er will.

Den Grünen ging es in ihrem Antrag nun darum, Vorsorge für die Zukunft zu treffen. Bis sich die Politiker zu dieser Entscheidung durchringen konnten, brauchten sie eine Menge Zeit. Denn: Niemand von ihnen ist Fachmann in Sachen Gentechnologie. Und es half auch nicht weiter, die konträren Meinungen zweier Experten einzuholen.

Wilhelm Glameyer von der Firma Aventis erläuterte dem Ausschuss die Hintergründe des Versuchs ­ verpflichtet ist er dazu nicht, wie er angesichts der kritischen Stimmen betonte. An über 50 Standort in ganz Deutschland testet das Unternehmen neue Kreationen aus der Genwerkstatt. Bei dem Winterraps, der im August in Istrup ausgesät werden soll, handelt es sich um gentechnisch erzeugte Hybriden, also um eine durch Kreuzung entstandene Sorte, bei der die Techniker im Labor nachgeholfen haben. Erbanlagen möglichst wenig miteinander verwandter Eltern wurden künstlich zusammengefügt, um eine besonders ertragreiche und widerstandsfähige Pflanze zu züchten. "Wir haben in diesem Fall ein Gen aus einem Bodenlebewesen herausselektiert. Eingebaut in den Raps, macht es ihn unempfindlicher gegen Unkrautvernichtungsmittel," erläuterte Glameyer. Und genau dies kritisiert die Biologin Gisela Wicke, die sich beim Naturschutzbund vornehmlich mit Gentechnologie und ihren Folgen beschäftigt. Gentechnologie gehe längst über die Artengrenzen hinaus ­ heute pflanze man schon das Gen einer nordatlantischen Flunder einer Erdbeere ein. "Irrtum ist möglich", meinte sie, man müsse nur an die verheerenden Folgen des DDT denken. Die gentechnische Veränderung gehe unter Umständen auf die Wildkräuter über, was verheerende Folgen für die heimische Pflanzenwelt haben könne, von den unerforschten Folgen für Mensch und Tier ganz zu schweigen.

Nach den Referaten der beiden Experten waren die Politiker auch nicht schlauer: "Für viele von uns ist dieser wissenschaftliche Exkurs nur schwer nachvollziehbar", meinte Bürgermeister Dr. Siegfried Pilgrim. Viele Bedenken und Ängste machen eine Bewertung schwer. Ein Parlament ist einfach überfordert."

Man könne, so meinte Hans-Adolf Albrecht (FDP) , noch stundenlang ergebnislos diskutieren. Die Stadt könne ohnehin nur den Anbau auf ihren eigenen Flächen verbieten. Damit sei man auf der sicheren Seite, meinte auch Klaus-Peter Hohenner (SPD), und Günter Simon (FBvB) forderte, mit der Verabschiedung des Grünen-Antrages ein Zeichen zu setzen. Mehr könne man ohnehin nicht tun. Das sieht CDU-Ratsherr Dr. Robert Happe anders: Er sehe die Folgen der Gentechnik optimistischer. "Wenn wir die städtischen Flächen mit Auflagen für die Landwirte belegen, dann werten wir sie ab", warnte er. Und sein Fraktionskollege Uwe Kather meinte, die Stadt sei schließlich auch für das Wohl der Landwirte zuständig, denen man die freie Entscheidung überlassen solle. Die Christdemokraten setzten sich damit nicht durch: Bei zwei Enthaltungen und drei Gegenstimmen verabschiedete der Hauptausschuss den Grünen-Antrag. Die Regelung wird nun solange gelten, bis man weiß: Gentechnologie ist ungefährlich.

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LZ vom Mittwoch, 14.06.00:

Genraps: Grüne laden Fachfrau ein

Blomberg. Wenn der Blomberger Hauptausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag über "Testung von transgenem Winterraps" debattiert, wird auch eine Gentechnikreferentin des Naturschutzbundes ihre Sachkenntnis zur Verfügung stellen.

Unter Tagesordnungspunkt fünf der Sitzung, die am Donnerstag, 15. Juni ab 19.30 Uhr im Rathaussaal stattfindet, geht es um einen Antrag der Grünen. Sie wollen, dass solche Freisetzungsversuche auf städtischen Flächen in Zukunft ausgeschlossen werden und die Stadt auf die Blomberger Landwirte einwirkt, damit sie künftig kein Saatgut genmanipulierter Pflanzen säen.

Die Grünen haben die Diplom-Biologin Gisela Wicke aus Hannover nach Blomberg eingeladen. Sie ist seit 1995 im Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Gehrden bei Hannover aktiv.

Gisela Wicke wird danach interessierten Bürgern ab 20.30 Uhr im Bürgerhaus, Brinkstraße, Rede und Antwort stehen.

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LZ vom Samstag, 10.06.00:

Sachverständiger erhält Rederecht

Beratung über transgenen Pflanzenversuch

Blomberg. Für fragwürdig hält die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dass die Stadtverwaltung in eine Sitzung des Hauptausschusses einen Vertreter der Firma Aventis eingeladen hat.

Dieser soll über den Freisetzungsversuch des Unternehmens mit transgenem Winterraps auf einem Istruper Feld Auskunft geben. Grund ist ein Antrag der Grünen, der einen Verzicht von genmanipulierten Pflanzen auf städtischen und privaten Flächen zum Ziel hat.

Der Bürgermeister habe jedoch dem Antrag der Grünen entsprochen, ihrerseits einen Sachverständigen einzuladen, der ebenso ein Rederecht erhält, erklärte die Fraktion in einer Pressemitteilung.

"Die zu erwartende einseitige Darstellung der Gentechnik durch eine Firma, die ein wirtschaftliches Interesse an der Durchführung des Versuchs hat, lehnen wir entschieden ab", so dennoch Fraktionssprecher Hans-Ulrich Arnecke. Den Grünen ist unverständlich, warum die Verwaltung über den Freisetzungsversuch nur in nichtöffentlicher Sitzung des Umweltausschusses berichtet hatte.

Die Fraktion sieht das für das Istruper Feld bestehende Genehmigungsverfahren aufgrund neuer Forschungsergebnisse als hinfällig an. Die beteiligten Behörden wurden in diesem Sinne um Stellungnahme gebeten.

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LZ vom Samstag, 03.06.00:

Transgener Winterraps "nichts Illegales"

Blomberg (sb). Es war nur eine Mitteilung im Umweltausschuss. Doch die hat in der Politik hohe Wellen geschlagen: Auf einer privaten Fläche in Blomberg wird ab August transgener Winterraps ausgesät.

Die Firma Aventis Crop Science Deutschland mit Sitz in Frankfurt ist sich mit einem Blomberger Landwirt bereits einig geworden. Wie groß die Fläche sein wird, konnte Firmensprecher Wilhelm Glameyer auf LZ-Anfrage noch nicht genau sagen. Dies sei abhängig von den Ergebnissen der 99-er Aussaat. Und die wiederum lägen erst im Juli vor. Maximal werde das Feld mit dem genetisch veränderten Raps jedoch einen Hektar betragen, so Glameyer.

Aventis darf seit 1998 mit Genehmigung des Robert-Koch-Institutes in Berlin transgenes Pflanzenmaterial freisetzen. Insgesamt nutzt die Firma derzeit mehr als 25 Standorte mit transgenem Winterraps. Der Skepsis innerhalb der Bevölkerung und einiger Politiker werde sein Unternehmen gerne entgegen treten, sagte Aventis-Sprecher Glameyer. Auch ein Informationstreffen in Blomberg bot er an.

Unterdessen hat der Umweltausschuss nach Mitteilung von Bürgermeister Dr. Siegfried Pilgrim einen Fragenkatalog erarbeitet, den Avertis schriftlich beantworten soll. Der Hauptausschuss wird sich in öffentlicher Sitzung am 15. Juni mit der Thematik befassen.

Pilgrim bestätigte, dass die Stadt grundsätzlich nichts gegen Genversuche unternehmen könne: "Wir können nur appellieren", sagte der Bürgermeister. Ob sich Aventis jedoch davon beeindrucken lässt, steht auf einem anderen Blatt. Glameyer: "Wir machen nichts Illegales, nichts technisch Fragwürdiges. Insofern werden wir uns keinem Protest beugen."

Einfluss hat die Stadt jedoch darauf, was auf den eigenen Flächen angebaut wird. Darauf zielt ein Antrag der Grünen: "Auf den kommunalen Flächen in Blomberg soll künftig der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgeschlossen werden", heißt es darin. In allen Verträgen müsse ein Gentechnik-Verzicht festgeschrieben werden. Auch die Landwirte sollten im Gespräch mit der Verwaltung möglichst von dem Verzicht überzeugt werden.

Grünen-Sprecher Hans-Ulrich Arnecke will mit dem Antrag ein Zeichen setzen gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelproduktion und es damit der Stadt München gleich tun. Der dortige Stadtrat beschloss bereits im Februar 1999, auf Landwirtschaft ohne Gentechnik zu setzen. In der Gentechnik sehen die Blomberger Grünen "eine echte Risikotechnologie". Die Befürchtungen der Fraktion seien rein hypothetisch und eher unwahrscheinlich, hält Avertis-Sprecher Glameyer dem entgegen.

Auch die Wählergemeinschaft FBvB ist übrigens auf das Thema aufmerksam geworden. Sie hat sich in einem offenen Brief an Landrat Friedel Heuwinkel gewandt, um den aktuellen Stand von gentechnischen Freilandversuchen in Blomberg, Lippe und in ganz Nordrhein-Westfalen zu erfragen.

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