(Freiburg/Solingen 12.11.98 gh) Obwohl das sogen.
"vereinfachte" Genehmigungsverfahren bei Freisetzungen genmanipulierter Pflanzen
nach den Hinweisen des OVG Berlin gegen alle
relevanten Rechtsvorschriften der EU und der BRD sowie gegen den EG-Vertrag und die
Verfassung der BRD verstößt und deshalb nicht rechtsgültig ist, will Monsanto das
Schein-"Recht" des "vereinfachten" Verfahrens", das von der
abgewählten CDU-Bundesregierung mit einem verfassungsbrüchigen Akt nur vorgetäuscht
wurde, weiter mißbrauchen, um hinter dem Rücken betroffener Bürger und gegen
mehrheitliche Ablehnung von Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
heimlich Freisetzungen durchzusetzen.
Monsanto will auch weiterhin kritische Bürger, die sich gegen diesen
Mißbrauch vorgetäuschten Schein-"Rechts" wehren, vor den Kadi zerren! In
Bebra-Iba benutzt Monsanto dazu eidesstattliche Erklärungen und unbewiesene Behauptungen
ihres Pachtempfängers.
Das "aktionsbündnis für gentechnikfreie lebensmittel"
hatte Monsanto in einem offenen Brief aufgefordert, wegen der Hinweise des OVG Berlin auf
die Rechtswidrigkeit des "vereinfachten" Genehmigungsverfahrens auf dessen
Nutzung und auf Schikanen gegen Bürger, die sich gegen dessen Mißbrauch wehren, zu
verzichten. Das lehnt Monsanto kategorisch ab.
Am 13.11.98 um 11°° werden Monsanto und ihr Pachtempfänger Wilhelm
Wettich jedoch vor dem Amtsgericht Rotenburg an der Fulda zu beweisen haben, daß ihre
Behauptung, kritische Bürger hätten unbefugt die Freisetzungsfläche betreten, keine
böswillige Verleumdung ist.
In der Antwort auf den offenen Brief fordert Monsanto ein, "ein
durchaus sensibles Thema, wie es die Gentechnik ist," und "die Einführung einer
neuen Technologie im legalen Rahmen" zu diskutieren.
Das "aktionsbündnis" hebt hervor, daß Monsanto mit
weiteren Nachmeldungen im Wissen um die Hinweise des OVG auf deren Rechtswidrigkeit aber
gerade diesen legalen Rahmen wissentlich und absichtlich breche, dann aber von Kritikern
solchen Vorgehens "Diskussion im legalen Rahmen" einfordere.