Pressemeldungen
zu Haltungen
der Konzerne
und Aktionen
Deutschland
Aktionen
Greenpeace
BUND
Konzerne
TAZ-
Rewe gegen
Rexrodts Gentechnik-Kurs
Großbritanien
Konzerne
Sainsbury's
Marks & Spencer
Iceland
Irland
Konzerne
Superquinn
Frankreich
Konzerne
Carrefour
Niederlande
Aktionen
greenpeace +
Consumentenbond
Konzerne
Albert Heijn
Schweiz
Konzerne
Migros
Österreich
Konzerne
Spar
Belgien
Konzerne
Delhaiz
Italien
Konzerne
Effelunga
|
Deutschland
Aktionen
Greenpeace: Deutsche Handelsketten sollen auf
Gentechnik verzichten
Hamburg (dpa -
17.3.99) Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace hat deutsche Handelsketten aufgefordert,
auf gentechnisch veranderte Lebensmittel zu verzichten. Damit sollten sie dem Beispiel
fuhrender europaischer Supermarktketten folgen, teilte Greenpeace am Mittwoch in Hamburg
mit.
Am Dienstag
habe eine der grossten britischen Handelsketten, Sainsbury,
erklart, keinerlei gentechnisch veranderte Lebensmittel unter ihrem Namen mehr zu
verkaufen. Gleichzeitig habe das Handelshaus ein Bundnis fur den Ausstieg aus gentechnisch
veranderten Lebensmitteln gegrundet.
Nirgendwo in
Europa sei die Ablehnung gentechnisch veranderter Lebensmittel so gross wie in
Deutschland, berichtete Greenpeace. In keinem anderen Land setze sich der Handel jedoch so
ungeniert uber das Votum der Verbraucher hinweg. Greenpeace forderte den deutschen Handel
auf, sich dem Bundnis von Sainsbury anzuschliessen. Es umfasse bisher die Handelshauser
Sainsbury (Grossbritannien), Marks & Spencer (Grossbritannien), Carrefour
(Frankreich), Superquinn (Irland), Migros
(Schweiz), Delhaiz (Belgien) und Effelunga
(Italien).
"Wahrend
im europaischen Ausland das Ende des gentechnischen Grossversuchs mit den Verbrauchern
eingelautet wird, droht Deutschland zu einer Insel der Gentechnik in Europa zu
werden", sagte die Gentechnik-Expertin bei Greenpeace, Barbara Kamradt. Die grossen
deutschen Handelsketten wie REWE, Tengelmann, Edeka, Aldi und Spar seien gefordert, ihre
starre Haltung aufzugeben.
(C)dpa
171646 Mrz 99
Presseerklaerung
vom 17. Maerz 1999
Europaeische
Supermarktketten verbannen Gentechnik aus ihren Produkten
Greenpeace:
Deutsche Handelsketten sollen Beispiel folgen Gentechnik-Riese Monsanto in Brasilien
gescheitert
Hamburg,
17.3.99: Fuehrende europaeische Supermarktketten haben beschlossen, bei saemtlichen
Eigenmarken auf gentechnisch veraenderte Lebensmittel zu verzichten. Am Dienstag hat
Sainsbury, eine der groessten britischen Handelsketten, erklaert, dass sie keinerlei
gentechnisch veraenderte Lebensmittel unter ihrem Namen mehr verkaufen wird. Sainsbury hat
zugleich einen Zusammenschluss von fuehrenden europaeischen Handelsketten organisiert, die
auf gentechnik-freie Lebensmittel setzen. Greenpeace fordert deshalb heute den deutschen
Handel auf, sich diesem Buendnis fuer den Ausstieg aus gentechnisch veraenderten
Lebensmitteln anzuschliessen. Nirgendwo in Europa ist die Ablehnung gentechnisch
veraenderter Lebensmittel so gross wie in Deutschland, und in keinem anderen Land setzt
sich der Handel so ungeniert ueber das Votum der Verbraucher hinweg.
Der von
Sainsbury gegruendete Zusammenschluss umfasst bisher die Handelshaeuser Sainsbury
(England), Marks & Spencer (England), Carrefour (Frankreich), Superquinn (Irland),
Migros (Schweiz), Delhaiz (Belgien) und Effelunga (Italien). Darueber hinaus haben sich
bereits weitere Handelsketten wie Iceland (England) und Spar Oesterreich gegen Gentechnik-Lebensmittel ausgesprochen
und gentechnisch veraenderte Produkte groesstenteils aus dem Sortiment genommen. Bisher
hat sich jedoch keine deutsche Handelskette angeschlossen.
"Waehrend
im europaeischen Ausland das Ende des gentechnischen Grossversuchs mit den Verbrauchern
eingelaeutet wird, droht Deutschland zu einer Insel der Gentechnik in Europa zu
werden", sagt Barbara Kamradt, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. "Die meisten
deutschen Nahrungsmittel-Hersteller verzichten bereits auf den Einsatz von gentechnisch
veraenderten Rohstoffen. Wir fordern nun die grossen deutschen Handelsketten wie REWE,
Tengelmann, Edeka, Aldi und Spar auf, ihre starre Haltung aufzugeben und endlich den
Wunsch der Mehrheit der bundesdeutschen Verbraucher nach gentechnikfreier Nahrung zu
respektieren".
An Grundstoffen
fuer die gentechnikfreie Lebensmittelproduktion mangelt es nicht, denn auch ueber Europa
hinaus werden derzeit der Gentechnik Grenzen gesetzt. In Brasilien, dem weltweit
zweitgroessen Soja-Exporteur, hat der Chemie-Multi Monsanto gestern ueberraschend seinen
Antrag auf Zulassung von gentechnisch veraendertem Sojasaatgut zurueckgezogen. Brasilien
wird somit dieses Jahr gentechnikfrei bleiben. Vorausgegangen waren massive Proteste von
Umweltund Verbraucherverbaenden sowie Wissenschaftlern. Auch die Politik in Brasilien
steht gentechnisch manipulierten Lebensmitteln weitgehend skeptisch gegenueber.
BUND: Supermärkte sollen auf Gentech-Produkte verzichten
Bonn, den 18.3.1999 / pma 10
Zum Verzicht englischer und weiterer europäischer
Supermarktketten aufgentechnisch veränderte Produkte sagt Lucian Haas, Pressesprecher
desBund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
"Die
Engländer machen vor, daß es auch aus unternehmerischer Sichtattraktiv sein kann, auf
die Vermarktung gentechnischer Produkte zuverzichten. Denn für die Käufer, die
mehrheitlich und zu recht diegentechnische Manipulation ihrer Nahrung ablehnen, werden
Namen wieSainsbury oder Marks & Spencer zum Qualitäts- und Sicherheitsmerkmal.Die
deutschen Supermarktketten - von Aldi über Metro bis Tengelmann -sollten diese Chance
ebenfalls nutzen. Sie sollten dem Verbraucher durchdie Selbstverpflichtung zur
Gentechlosigkeit die Sicherheit bieten, diedie Politik mit bislang mangelhaften
Kennzeichnungsregelungen nichtgeben kann."
Bei
Rückfragen:
BUND-Pressestelle,
Fon (0228) 40097-25, Fax: -49;
e-Mail:
presse@bund.net; Presse-Archiv: www.bund.net/aktuell
Großbritanien
Marks & Spencer
London
(agrar.de - 16. März 1999) - Die britische
Einzelhandelskette Marks & Spencer macht ernst bei gentechnisch veränderten
Nahrungsmitteln.
Innerhalb
der nächsten drei Monate will das Londoner Unternehmen gentechnisch veränderte
Lebensmittel aus dem Sortiment nehmen.
Das
berichtet die Lebensmittelzeitung unter Berufung auf Mitteilungen der Gesellschaft vom
Dienstag.
Demnach soll
ein Drittel des Nahrungsmittelangebots von Marks & Spencer überprüft werden. Mehr
als 1.000 Waren enthielten gentechnisch behandelte Derivative wie Lecithin und Stärke,
hieß es dazu heute in London. M&S begündet seine Maßnahme mit Kundenwünschen.
"Wir
haben ein 100prozentiges Vertrauen in die Gentechnologie, aber unsere Kunden sind mit dem
Tempo der Einführung nicht einverstanden", zitiert die Lebensmittelzeitung eine
Unternehmenssprecherin.
Möglicherweise
könnten gentechnisch behandelte Nahrungsmittel zu einem späteren Zeitpunkt allerdings
wieder in das Sortiment aufgenommen werden. (hs)
Weitere Pressemeldungen:
Die Greenberg-Studie zur Entwicklung in England (engl.)
In Großbritannien erwacht neuerdings Kritik an gentechnisch
veränderten Lebensmitteln
Niederlande
ANNOUNCEMENT:
CONSUMENTENBOND AND GREENPEACE ASK RETAILERS TO PROVIDE GENETECH FREE TRADEMARK
This morning Greenpeace Netherlands and
Consumentenbond sent a request to seven Dutch retailers for providing
genetech-free products of their own trademarks. Greenpeace and Consumentenbond suggested
to join the alliance of retailers which was announced last Wednesday by Sainsbury's. This
initiative is drawing massive media attention.
The official
position of the Dutch retailers is to comply with the present legislation, which means
labelling of foods which contain non-segregated soya protein and maize starch. According
to Consumentenbond and Greenpeace this means in practice that only 2% of the foods that
contain soya or maize ingredients is labelled, thus not offering real choice to consumers.
In a comment on
the Sainsbury's initiative, Albert Heijn (the
largest retailer in the Netherlands, covering about 27 % of the national food market)
refers to the increasing range of organic products they offer. Organic production is a
guarantee for non-use of genetechnology, thus providing a clear choice, they state.
However, this is a minor segment (about 1%) in the Dutch food supply. The recent months
Consumentenbond and the National Platform of Organic Producers have discussed standards
for genetech-free production extensively with food manufacturers, retailers and competent
authorities. As a result, the Dutch authorities will present a proposal for a
Genetech-free law (comparative to the German law, but less rigid) to the Parliament. This
will ensure the legal conditions for retailers and manufacturers to produce genetech-free
foods.
Huib de Vriend
stichting
Consument en Biotechnologie
Postbus 1000
2500 BA Den
Haag The Netherlands
phone: +31 70
44 54 498
fax: +31 70 44
54 592
email: HDVRIEND@Consumentenbond.nl |
|