Die Bilder
BM-Logo
Perzeption Management: Wahrnehmungen, Sicht- und Verhaltensweisen
herbeiführen, die zum wirtschaftlichen Erfolg führen. Das bezeichnet Burson Marsteller
als sein "zentrale Mission" und visualisiert das durch ein Auge als Logo: wie
dieses Auge das Vorgehen von Konzernen und Regierungen sieht, das soll beeinflußt und
verändert werden.
BM-Karte
Formations-Ernte
aus: Grüne Gentechnik.Hg: Bundesverband deutscher
Pflanzenzüchter / Centrale Marketinggesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft mbH.
Als Bild in einer Broschüre des Deutschen Verbandes der
Pflanzenzüchter ist es nicht mit den Augen der Verbraucher, sondern den Augen von
Landwirten zu sehen. Es zielt pfeilgerade in ihr Zentral-Problem: wachse oder
weiche.
Auf den ersten Blick drängt es den Betrachter in eine eher unterlegene
Position: vor der Übermacht der Mähdrescher, die da wie eine Panzer-Formation anrollt,
bleibt nur: weichen!
Dieser Ansatz eines Ohnmachtsgefühls löst ansich schon eine
Gegenbewegung aus - Identifikation mit dem Aggressor: dem, was ohnmächtig macht und zum
Weichen zwingt, übermächtig werden; stäker werden als das, was ohnmächtig macht. - Ihm
überlegen!
Diese Identifikation mit dem Aggressor wird von der Ästhetik des
Bildes forciert: der Aggressor ist so schön, so zu werden ist toll!
Das Bild führt also vor Augen, wie Überlegenheit zu realisieren und -
gleichzeitig! - Leben und Arbeiten als Landwirt - als erfolgreicher Landwirt - zu erhalten
und zu verschönern wäre: durch den großflächigen Anbau gentechnisch veränderter
Pflanzen.
Und da der ohnmächtige Gedanke weichen zu müssen, nur allzu gerne
weicht, sich nämlich bereitwilligst verdrängen läßt, und es viel schöner ist, davon
zu träumen, zu wachsen und zu wachsen und zu wachsen und soooo erfolgreich und groß und
stark und überlegen (wenn nicht gar allmächtig) zu werden, weicht er der schönen
Botschaft, daß dieser Traum schon wahr geworden ist - durch den großflächigen Anbau
gentechnisch veränderter Pflanzen in den USA.
weitere Bildanalysen
leaf disk
aus: LibertyLink. Herbizidtoleranz. Von Agrevo
Nicht nur Erfolg, Übermacht und Größe werden vor
allem symbolisch kommuniziert. Auch deren Steigerung: das nebenstehende Bild hält dem
Betrachter den leaf disk wie die magische Kristallkugel eines Wahrsagers vor die Nase und
identifiziert ihn mit demjenigen, der die magische Kristallkugel alias leaf disk hält und
mit ihr umgehen kann.
Darüberhinaus läßt das Bild den Betrachter in ein fernes Licht sehen
- ein Motiv, das die Erzeugung positiver Wahrnehmung in viellen Varianten schon fast
dominiert (s.u.) und über die Beschwörung magischer Hellsichtigkeit in spirituelle
Sphären hinausgreift.
Davon zunächst einmal abgesehen drängt das Bild den Betrachter in die
Position desjenigen, der kristallklar sieht, was in Zukunft sein wird: Herbizidresistente
Pflanzen.
Weitere Bildanalysen
"Abfüllung"
von Faktor VIII
"Unter strengsten Reinheitsbedingungen wird hier Faktor VIII in
kleine Flaschen gefüllt."
aus: "research - das Bayer-Forschungsmagazin" 7/1993 S. 27
In der Szene, mit der Bayer seinen Bericht über die
gentechnische Herstellung des Blutgerinnungsfaktor VIII illustriert, geht es religiös zu:
Die Geste des Dritten im Bunde (links vorne) ist die eines Priesters,
der eine Segnungsformel spricht und dabei das kreuz schlägt: die Heiligung gentechnischer
Herstellungsverfahren und ihrer Produkte?
Auch hier zeigt das Bild anderes als der Text behauptet: von der
Abfüllung der kleinen Flasche ist nicht das Geringste zu sehen. Es scheint außerdem eher
unwahrscheinlich, daß zur Abfüllung einer so kleinen Flasche gleich drei Mitarbeiter
erforderlich sind - viel wahrscheinlicher ist die Abfüllung mit Hilfe von Pipetten oder
automatische Abfüllung, mit der sich "strengste Reinheitsbedinungen" am besten
realisieren ließen.
Wahrscheinlich ist also diese Szene völlig wirklichkeitsfremd und
gestellt, um eben jene Heiligung gentechnischer Herstellungsverfahren kommunizieren zu
können
weitere Bildanalyse
Der
Text
Burson Marsteller
Selbstaussage:
Bisherige
Tätigkeiten
Artikel in
raum & Zeit: Wer ist Burson Marsteller?
Management der
Vor-Stellungen
"In einer Zeit permanenter Veränderung und
grenzenloser unmittelbarer Kommunikation ist das proaktive Management von Wahrnehmungen
nie wichtiger gewesen als heute. Burson-Marsteller hat eine Managementmethode entwickelt,
mit deren Hilfe ein Unternehmen gezielt Einfluß darauf nehmen kann, wie es wahrgenommen
wird, sei es von innen oder von außen. Wir nennen es "Perception Management".
Ziel des "Perception Managements" ist die Positivierung eines
Unternehmensimages bei allen relevanten Marktgruppen. Dabei kann es sich um
Meinungsbildner, die Medien, Vertreter bestimmter politischer Gruppen, die Wettbewerber,
um die Zielgruppe für ein bestimmtes Produkt, die eigenen Mitarbeiter oder die
Anteilseigner eines Unternehmens handeln.
Burson-Marsteller ist der Überzeugung, daß Kommunikation im Geschäftsleben eine
weitaus größere Rolle spielt als nur Bekanntheit zu schaffen, Information zu verbreiten
oder das Image zu verbessern. Sorgfältig geplante Unternehmenskommunikation trägt zum
Geschäftserfolg bei. Deshalb versteht Burson-Marsteller Kommunikation als Instrument,
durch Überzeugung Verhaltensweisen herbeizuführen, die zum wirtschaftlichen Erfolg
der Kunden führen. Die zentrale Mission von Burson-Marsteller ist infolgedessen das
Management von Wahrnehmungen und Sichtweisen - "Perception Management".
(BM-Selbstdarstellung im Internet)
Das vollständige Strategie-Papier
von BM für Europa-Bio
Vertrauensträger
statt selbst ins "Killing field"
aus den Empfehlungen von BM an EuropaBio:
"13. Fernbleiben von den Schlachtfeldern:
Öffentliche Fragen der Risiken für die Umwelt und Gesundheit des
Menschen sind Kommunikations-Schlachtfelder für die Biotechnologie-Industrien
in Europa. Als allgemeine Regel kann nicht erwartet werden, daß es der Industrie gelingt,
in diesen Fragen eine erfolgreiche öffentliche Verteidigungsstellung den
Kritikerstimmen gegenüber zu beziehen.
Alle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, daß die Wahrnehmung
des Gewinnmotivs die Glaubwürdigkeit der Industrie in diesen Fragen in geradezu
tödlicher Weise untergräbt. (Hiervon abgesehen, gibt es Beweise dafür, daß einige
Unternehmen eine bessere Bewertung hinsichtlich ihrer "Ethik" erfahren, und
daher für etwas glaubwürdiger als andere Firmen erachtet werden. Aber diese Wahrnehmung
ist typischerweise an Marken gebunden, das heißt an spezifische Konsumprodukte oder an
Handelsmarken, eine wichtige Einsicht, die von den Gegnern sehr wohl verstanden wird und
auf die wir in unserem Konzept für den Agrar-Nahrungsmittel-Sektor zurückkommen werden).
Die Schwierigkeit liegt natürlich darin, daß heute die gegnerischen
Stimmen die öffentliche Debatte größtenteils beherrschen und, was wenig überraschen
dürfte, stets genau diese Schlachtfelder herausgreifen, denn sie genießen hohe
öffentliche Glaubwürdigkeit und sie wissen ebenfalls, daß die direkte Widerlegung durch
die Industrie meist eine Geschichte noch mehr anheizt als diese beendet. Daher muß das Fernbleiben
von den Schlachtfeldern eine grundsätzliche Leitlinie der Kommunikationsstrategie von
EuropaBio sein - ganz gleich wie provokativ die Einladung sein mag, sich auf diesen
Feldern zu behaupten.
14. Damit sollte keineswegs gesagt werden, daß diese Felder
unverteidigt bleiben sollen.
Tiefsitzende Wahrnehmungen von Risiken werden jedes Produkt töten.
Aber die Industrie muß akzeptieren, daß es an jenen liegt, die das Vertrauen der
Öffentlichkeit in diesem Bereich genießen - also den Politikern, Gesetzgebern und
Behörden - die Öffentlichkeit von der Unbedenklichkeit der Bio-Industrieprodukte zu
überzeugen. (Damit sind wir bei einem sehr spezifischen Problem für die
Bioindustrien heute in Europa angelangt: die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zeigen
deutlich, daß Europäer ihren Behörden auf den Bio-Produkt-Sektoren kein Vertrauen
schenken. Hier besteht ein Unterschied gegenüber den Vereinigten Staaten, wo EPA und FDA
das Vertrauen einer breiten Öffentlichkeit genießen (was sich nicht auf Europa
übertragen läßt). In den nachfolgenden Konzeptvorschlägen werden wir diesen Punkt
wieder aufgreifen).
Beispiele und Analysen der Instrumentalisierung von
Vertrauensträgern
Das vollständige
Strategie-Papier von BM für Europa-Bio
Geschichten statt Sachdiskussion
aus den Empfehlungen von BM an EuropaBio:
"Geschichten und keine Sachfragen: Wenn es EuropaBio gelingen soll, den
Übergang von einem effektiven Gesprächspartner für politische Fragen zu einer
effektiven öffentlichen Stimme zu vollziehen, muß eine Verlagerung von einer
sachfragenorientierten Kommunikation hin zu einer auf "Geschichten" gestützten
Kommunikation stattfinden. Es gibt keine sachfragenorientierten Medien, die sich einer
breiten Beliebtheit erfreuen, und der Verkauf einer Berichterstattung komplexer Fragen ist
in jedem Fall ein schwieriges Unterfangen, denn es gibt hier wenig oder nichts, das einen
"Nachrichtenwert" hätte. Gute Geschichten hingegen, gehen innerhalb von Minuten
um den Globus. Nach diesen Regeln spielen unsere Gegner, und so muß die Industrie
ebenfalls spielen."
Beispiele und Analysen von Geschichten
Das vollständige
Strategie-Papier von BM für Europa-Bio
Symbole statt Logik
aus den Empfehlungen von BM an EuropaBio:
18. Symbole - und nicht Logik:
Symbole spielen eine zentrale Rolle in der Politik, denn sie sprechen
Emotionen und nicht die Logik an. Die Gegner der Biotechnologien sind außerordentlich
geschickt in der Kultivierung von Symbolen welche angetan sind, unmittelbare Gefühle von
Furcht, Wut und Ressentiments zu schüren. Die Bioindustrien müssen in ähnlicher Weise
antworten - mit Symbolen, die Gefühle wie Hoffnung, Befriedigung, Fürsorge und
Selbstwert erwecken."
Beispiele und Analysen von Symbolen
Das vollständige
Strategie-Papier von BM für Europa-Bio
Mangement der Politik
Kurztext zu merkwürdigen Politiker-Äußerungen
Banemann, Varenholt, Jahny
Die 2. Folie
Das vollständige Strategie-Papier von
BM für Europa-Bio
Vertrauensträger Walter Zimmerli
Philosophie-Professor in Bamberg
Hat
zur heftig kritisierten Elmauer Rede Peter Sloterdijks - "Regeln für den
Menschenpark" - dessen Position verteidigt. Sloterdijk hatte - zu recht -
angesichts der Greuel des vergangenen Jahrhunderts/Jahrtausends "das Ende des
Humanismus" festgestellt und die Ersetzung humanistischer Erziehung durch
gentechnische Selbstmanipulation von Eliten ins Auge gefaßt, an deren Wesen -
wieder einmal! - die Welt genese ....
Sloterdijk-Debatte
Artikel
von Walter Zimmerli
Sieht
die Kritiker des Industriezeitalters in sozialer, politischer und ökologischer
Hinsicht in einer Legitimationskrise (Quelle)
Mitglied des Gentechnik-Kuratoriums der Kleinwanzlebener
Saatzucht AG (KWS)
Hat
sich dort für die Durchführung der ersten Freisetzung von genmanipulierten Pflanzen in
der BRD eingesetzt.
Inzwischen
hat sich KWS zwar nicht von der Gentechnik abgewendet, jedoch von einem zentralen Projekt:
es hat sich gezeigt, daß eine Rhizomania-Resistenz von Zuckerrüben mit den Methoden der
herkömmlichen Züchtung schneller und stabiler erreicht wurde als mit der Gentechnik.
Im
Raum Südbaden hat KWS inzwischen von den Landwirten verlangt, daß kein genmanipulierter
Mais angebaut werde, und angedroht, anderenfalls keine Flächen mehr für die
Saatgutvermehrung zu pachten.
Quelle
KWS
Rhizomania-Resistenz
Vorsitzender der Arbeitsgruppe des Kirchenamtes der EKD, die
den neuen Anhang zum "Einverständnis mit der Schöpfung" erarbeitet hat.
Hat dort für eine Zusammenfassung des "neuen
Anhangs" und eine Presseerklärung der EKD gesorgt, die der Gentechnik in
Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion unter der Voraussetzung von Kennzeichnung und
der Patentierung von Leben unter der Voraussetzung rechtlicher Nachbesserungen ethische
Unbedenklichkeit bescheinigen.
weitere
Informationen
Vorsitzender
des VDI-Bereichs "Mensch und Technik"
sieht
die Probleme der Glaubwürdigkeit von Experten in der zunehmenden Spezialisierung von
Wissenschaft und Technik. Hierdurch werde es immer schwieriger, einer größeren
Öffentlichkeit die Zusammenhänge eines Spezialgebietes zu vermitteln. (Quelle)
sieht
anscheinend weniger: daß mit zunehmender Verlagerung der Forschung in Konzerne,
zunehmenden Fusionen und zunehmender Bedeutung der Drittmittel in der universitären
Forschung die Unabhängigkeit der Experten und damit auch ihre Glaubwürdigkeit abnimmt.
Durch
welche weiteren Ämtchen mag die Unabhängigkeit des Philosophieprofessors Wlater Zimmerli
abnehmen?
Vertrauensträger EKD
weitere
Informationen
"Einverständnis
mit der Schöpfung"
weitere
Informationen
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