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Vidal S: "Langzeit-Monitoring der Auswirkungen von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen auf Insektenpopulationen in Agrar-Ökosystemen: Warum und was muß untersucht werden?" Prof. Dr. Stefan Vidal, Universität Göttingen, Institut für Agrar-Entomologie, Göttingen, Bundesrepublik Deutschland Erläuterungen, Anfragen etc. sollten per E-Mail Gentechnikforum@rki.de oder Briefpost eingesandt werden an Prof. Dr. Dr. Peter Brandt, Robert Koch-Institut, Zentrum Gentechnologie, Wollankstraße 15-17, D-13187 Berlin, Germany Zusammenfassung Die Notwenigkeit von Untersuchungen zu Auswirkungen des Anbaus von transgenen Kulturpflanzen ergibt sich u.a. aus der hohen Sensibilität der Öffentlichkeit gegenüber der grünen Biotechnologie. Um diese Vorbehalte auszuräumen, bedarf es eines Langzeitmonitorings, welches anhand begründeter Hypothesen gezielt Neben- und/oder Langzeitwirkungen auf Agrarökosysteme untersucht. Gegenstand dieser Untersuchungen sollten jedoch keinesfalls unspezifische Diversitätserhebungen sein, da diese Daten vor dem Hintergrund einer sich im ständigem Wandel befindlichen Umwelt und den im Zusammenhang mit der Gentechnik gegebenen spezifischen Fragestellungen nur sehr begrenzte Aussagekraft haben. Ausgehend von Arbeitshypothesen wird statt dessen vorgeschlagen, sich bei einem Monitoringprogramm auf drei funktionelle Zusammenhänge zu konzentrieren, bei denen Dispersionsprozesse, populationsgenetische Aspekte sowie multitrophische Wechselwirkungen im Mittelpunkt stehen. Die Erhebung dieser Daten sollte kulturartenspezifisch und mit Labor- und Halbfreilanduntersuchungen verbunden sein. Dieses Vorgehen würde genauere Hinweise auf unerwünschte Nebenwirkungen liefern, als dies bei den oben genannten Untersuchungen der Fall wäre. Die Methoden sind etabliert und könnten als Routineuntersuchungen von Forschungseinrichtungen, amtlichen Einrichtungen oder privaten Instituten betrieben werden.
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