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|Aufruf Bauernverband|Raiffeisen ZG Karlsruhe|ZG Liefervertrag|ZG: Kein GmO-Mais*|ZG: Kein GmO-Raps*|
* auf der Seite mit der Suchfunktion des Browseres nach "gmo" od. "gent" suchen

Die Situation der Landwirte

Die Oberrheinebene in Südbaden ist Saatgutvermehrungsgebiet für Mais. Es ist bezeichnend, daß ausgerechnet dort

(1) eine der ersten Freisetzungen von GenMais  versucht wurde, die aber durch eine dreijährige Ackerbesetzung verhindert werden konnte (1995-1997)

(2) der erste heimliche Versuchsanbau stattfand (1998)

(3) zum ersten mal kontaminiertes Saatgut auftauchte (1999)

Wurde durch Heimlichkeit und strafbare Verbreitung kontaminierten Saatgutes in einem Saatgutvermehrungsgebiet versucht, bundesweit vollendete Tatsachen zu schaffen? Spätestens seit 1998 sind Landwirte, die Maissaatgut vermehren, durch heimlichen Versuchsanbau und kontaminiertes Saatgut der Gefahr ausgesetzt, ahnungslos in enorme Erlöseinbußen und Schadenersatzforderungen zu stolpern, die sie ruinieren könnten:

>  Landwirte, die keine Gentechnikfreiheit ihrer Maisernte von 1998 garantieren konnten, mußte um 25% geringere Erlöse hinnehmen

>  Die Raiffeisen-Zentralgenossenschaft verlangte von den Landwirten bei der Ablieferung ihrer Ernte die schriftliche Garantie der Gentechnikfreiheit und drohte Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe an, weil sie nicht auf getrennte Lagerung eingestellt war und so eine einzige kontaminierte Ernte die Ernte der ganzen Region entwertet hätte.

 

Die Aufrufe des Badischen Bauernverbandes

Diese Situation führte dazu, daß der badische Bauernverband (BLHV = Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband)

1999 seinen Mitgliedern empfahl, auf GenMais zu verzichten und

2000 zusammen mit der Raiffaisen-Zentralgenossenschaft und dem Verband der agrargewerblichen Wirtschaft (VDAW) dazu dringend aufrief.

2002 Die Raiffeisen Zentralgenossenschaft Karlsruhe (Geschäftsbereich: Baden, Elsaß, Lothringen!) in ihrem Liefervertrag vom Landwirt nicht nur verlangt, daß sein Mais nicht aus gmSaatgut stammt, sondern zusätzlich, daß "auf seinem Betrieb kein GmO ausgesät wird".